Division Kent - Monsterproof


Review

Stil (Spielzeit): Electronic PopDub/New Wave (49:00)
Label/Vertrieb (VÖ): EPIC/SonyBMG (24.03.06)
Bewertung: Nicht ganz mein Ding, trotzdem sehr angenehm (6/10)
Link: www.division-kent.com

Elektronische Beat-Mugge ist in der Regel nicht so mein Fall, geschweige denn dass ich mich in dieser Sparte auskennen würde. Hin und wieder landet jedoch ein Album dieser Kategorie auf meinem Schreibtisch, das ich über einige Tage hinweg immer wieder gerne höre - und ein eben solches ist auch „Monsterproof" des Zürcher Duos DIVISION KENT (ehemals SWANDIVE). Dies liegt zum einen daran, dass Sängerin Andrea B. mit ihrer leichten, sehr sanften Stimme meinen Ohren schmeichelt. Zum anderen höre ich neben Computerpulsen und flächigen Sphärensounds hin und wieder auch Gitarrensaiten erklingen („Faraday Cage", „What You Don't Know") - und das klingt in der ansonsten sehr beatlastig-kühlen Klangumgebung schon sehr interessant.

Insgesamt lässt sich der Sound auf diesem Debüt als eine sehr aufgeräumte Mischung aus Ambient-Pop, Chill-Out-Elektro und New Wave (hier besonders das deutsch gesungene „Tango 2000 (Schaut mich an)") beschreiben. Etwas verspielt und überwiegend melancholisch-verträumt kreieren die Sounds eine sehr ruhige, entspannte Atmosphäre, in die man sich wunderbar fallen lassen kann, wenn einem der Sinn gerade einmal nicht nach fetten Riffs steht. Der Schlusstrack "Bordello Affair" müsste übrigens Elektro-Punks gefallen, die gerne PHILIPP BOA & THE VOODOO CLUB hören. Hier ist ausnahmsweise einmal Pogen angesagt, und das macht nach dieser ansonsten eher ruhigen Reise in elektronische Gefilde erst recht Laune.