Cancer Bats - Bears, Mayors, Scraps And Bones



Stil (Spielzeit): Hardcore mit Metal, Doom und Southern Rock (40:33)
Label/Vertrieb (VÖ): Roadrunner / Warner (23.04.2010)
Bewertung: 7/10
Link: Myspace
„Bears, Mayors, Scraps And Bones“ ist das mittlerweile dritte Studioalbum der CANCER BATS aus Kanada. Nach dem wirklich überragenden letzten Output „Hail Destroyer“ ließ die bloße Ankündigung eines neuen Albums die Vorfreude steigen. Außerdem hat sich die Band inzwischen auch "gemacht", denn das neue Album kommt doch ein wenig überraschend bei keinem geringeren Label als Roadrunner heraus.

Von Beginn an wird aber klar, dass die CANCER BATS die Hardcore-, Punk- und Southern Rock Wurzeln (das, was als Mix noch auf „Birthing The Giant“ und „Hail Destroyer“ so gut gelang) ein stückweit hinter sich gelassen haben. Vielmehr werden hier zwar die Southern Rock Wurzeln beibehalten, Hardcore bleibt natürlich die Hauptrichtung, aber ansonsten fließen nun Metal-, Doom- und Stonerrock-Einflüsse mit in die Musik. Dadurch benötigt „Bears, Mayors, Scraps And Bones“ sehr lange, bis sich die Songs entfalten und auch frühere Fans der Band an diesem Werk ihre Freude haben werden.
Doch dann entpuppt sich ein ziemlich gutes Album, das hier und da ein wenig zu verfrickelt klingt, aber insbesondere in Wüterich Liam Cornier einen Sänger hat, der es vermag, seine Power richtig herauszuschreien. Anspieltipps auf einem Album, das nicht nur Stärken aufweist, sind sicher „Trust No One“ und das hymnenähnliche „Dead Wrong“. Die Coverversion von „Sabotage“ der BEASTIE BOYS dagegen sollte nicht so ernst genommen werden und eher ein Lächeln auf die Lippen zaubern.

„Bears, Mayors, Scraps And Bones“ ist eine logische Weiterentwicklung in Bezug auf den steigenden Bekanntheitsgrad der CANCER BATS. Etwas härter als früher wird das sicher einigen der älteren Fans nicht gefallen. Dennoch gelingt den Kanadiern ein gutes, heftiges Album voller Wut und Brachialität, das sicher auch jede Menge neue Freunde für die Jungs gewinnen wird.