Toxic Toy - Playground

toxic

Stil (Spielzeit):
Crossover / Metal (38:05)
Label/Vertrieb (VÖ): tmma Crossbraze / Rebeat Music (01.04.10)
Bewertung: 4/10

Links:
www.toxic-toy.com

Auch wenn TOXIC TOY bereits seit 2002 bestehen, handelt es sich bei "Playground" um das Erstlingswerk der fünfköpfigen, österreichischen Crew. Zumindest wenn man die 2007 erschienene Demo-CD "Intended for Nocturnal Yelling" außer Acht lässt.

Mit einem brettharten Einstieg namens "Bus Stop", zu dem auch gleich das Video mitgeliefert wird, schmettert "Playground" von TOXIC TOY los. Die Stimmfarbe und Gesangsperformance von Frontfrau Bernadette Weghofer, genannt Berns, erinnert vom ersten Moment an stark an Sandra Nasic von den GUANO APES. Der Stil der Band setzt sich aus Metal, Crossover und New Style Electronics zusammen und klingt anfangs doch recht vielversprechend. Der Einstieg macht Lust auf den Rest der Scheibe, der aber aus meiner Sicht die Qualität des Openers nicht beibehalten kann.

Im Song "Playground" stolpert es ordentlich. Das Versmaß passt zwar auf die gespielte Musik, aber TOXIC TOY macht sich scheinbar wenig Gedanken darüber, ob auch die textlichen Aussagen sinnig ineinander greifen. Ähnliches passiert dann auch bei "Gods Mistake", in dem sich die Stimme von Berns als monotoner Dauerklang über die verzerrten Gitarren legt. Die elekronischen Einflüsse kommen am besten bei "Toxic Toy" und "Trigger" zum tragen. Synthie-Alarm, gemischt mit dunklen, breiten Gitarrenklängen und einem schnellen Schlagzeug. Gar nicht mal schlecht.

Der letzte Song der Scheibe übertreibt es dann aber doch ein wenig. Mit "See me Rock (Bunny Remix)" verschwinden die Gitarren zur Gänze und werden durch nervige Synthiesonunds ersetzt, die stark an die 90er Jahre erinnern. Mit aktuellen Stücken elektronischer Musik kann sich "See me Rock" definitiv nicht messen.

Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob diese Band ihren Weg gehen wird. Obwohl vielversprechende Ansätze vorhanden sind. Wenn diese noch ausgebaut werden, könnte die nächste Auskopplung durchaus interessant sein.
Vero

Gastautorin mit Wacken-Expertise

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