Trivium - In Waves

Trivium_In_Waves

Stil (Spielzeit): Metal (51:21)
Label/Vertrieb (VÖ): Roadrunner Records (05.08.11)
Bewertung: 7/10


http://www.myspace.com/trivium
http://www.trivium.org/

Mittlerweile dürfte auch zu den vier (mittlerweile auch nicht mehr ganz so jungen) Jungspunden von TRIVIUM durchgedrungen sein, dass sie als mögliche BIG4 Nachfolger gehandelt werden. "In Waves" soll die Eignung für diese Rolle untermauern.

Nach einem kurzen Intro geht es sofort mit der Vorab-Single und dem gleichzeitigen Titeltrack "In Waves" los. Melodien treffen auf gegrunzten Refrain. Bei Song Nummer drei kommt der weinende Gesang von Matthew Heafy zum Einsatz, den man auch schon von älteren Alben kennt. Bei „Dusk Dismantled“ wird’s beinah schon grindcorig. Bei dem folgenden „Watch The World Burn“ hört man ganz klar die Referenzen von MACHINE HEAD. Und dann kommt eine Überraschung, denn „Black“ erinnert teilweise entfernt an VOLBEAT. Nach all diesen musikalischen Querverweisen klingen TRIVIUM, für den Rest des Albums, nach sich selbst.

Das Album ist spannend vom Anfang bis zum Ende. Es wird nie langweilig und es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken, wie zum Beispiel die Beinah-Ballade "Of All These Yesterdays". Das bedeutet, dass TRIVIUM sich selbst treu geblieben sind und unbekümmert ihren musikalischen Weg gehen; daran ändert auch der neue Drummer Nick Augusto nichts. Im Endeffekt liefern TRIVIUM ein ordentliches und interessantes Werk ab, so wie man es von ihnen gewohnt ist.

In meinen Augen haben TRIVIUM aber auch auf „In Waves“ noch nichts mit METALLICA zu tun. METALLICA ist einfach Metal, den auch nicht Metal-Fans hören können, die perfekte Balance eben, und TRIVIUM werden meiner Meinung nach immer im Metalcore verwurzelt bleiben, auch wenn sie sich mittlerweile weit davon entfernt haben. TRIVIUM haben mit „In Waves“ ein großes Stück Metal abgeliefert, aber die Fußstapfen der BIG4 kann das Quartett aus Florida nicht ausfüllen. Noch nicht... Auf jeden Fall werden TRIVIUM mit diesem Album die Metalwelt polarisieren. Und das macht doch eigentlich eine gute Scheibe aus!?
Arne

Stile: Postcore, Deathmetal, Sludge, Hardcore

Bands: Machine Head, Kylesa, Ryker's, Lionheart, Johnny Cash, Cult of Luna, The Ocean, Deserted Fear, TLUF