Through The Eyes Of The Dead - Skepsis

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Stil (Spielzeit): DeathMetalCore (40:51)
Label/Vertrieb (VÖ): Prosthetic Rec. (19.02.09)
Bewertung: 5,5/10


Link:
http://www.myspace.com/tteotd     
                    

Begonnen hat die Band, deren Name doch sehr stark an einen Songtitel von CANNIBAL CORPSE erinnert, als eine fast lupenreine Metalcorecombo. Damals ließen sie sich irgendwie noch von der Welle tragen und klangen wie ein wilder Mix aus AT THE GATES und THE BLACK DHALIA MURDER. Erst mit ihrem zweiten Album „Malice" und unzähligen Mitstreiterwechsel legte man den Metalcoresound ab und sank immer tiefer in die Fänge des klassischen Deathmetals gepaart mit dem Chaos des Deathcores. Nach so einem Richtungswechsel fragte man sich, was die Jungs aus South Carolina einem mit dem nächsten Album vorsetzen würden.
Und THROUGH THE EYES OF THE DEAD sind ihrem auf dem letzten Album gefundenen Stil treu geblieben und zocken auch auf „Skepsis" schnörkellosen und groovenden Deathmetal. Leider muss man allerdings auch dazu sagen, ohne sich großartig weiter entwickelt zu haben. Auch T.T.E.O.T.D. muss man, wie so vielen anderen Deathcorebands, vorwerfen, dass es Ihnen an Raffinesse fehlt. Gitarrentechnisch einwandfrei, bis ins letzte Mark aggressiv, bitter böseste Deathgrowls und Blastattacken, die sich bei einem die Nackenhaare aufstellen lassen. Das war es dann aber leider auch schon. Nichts verspieltes, keine eigene kreierte Stimmung. Wie viele andere Bands in diesem Genre werden hier keine neuen Spielplätze gefunden, auf denen man sich austoben könnte. Dabei weist das Genre durchaus abwechslungsreiche, raffinierte und interessante Möglichkeiten auf. Hier mal ein verrückter Breakdown, dort mal eine disharmonische Hook, oder, oder. . .Halt irgend etwas, was dem jeweiligen speziellen Lied das gewisse Etwas gibt. Abwechslung bleibt bei den zehn Songs aber auf der Strecke.

Und jeder, der mir nun unterstellen will, ich würde behaupten, die Jungs hätten nichts drauf, der versteht mich falsch. Jeder beherrscht für sich sein Instrument. Das Zusammenspiel funktioniert auch einwandfrei. Aber das Können, mehrere Songs zu schreiben, bei denen Abwechslung hörbar ist, haben T.T.E.O.T.D. leider noch nicht ganz entwickelt.

Tja, und um das Phrasenschwein ein wenig aufzufüllen, bleibt mir nichts anderes zu sagen, als dass THROUGH THE EYES OF THE DEAD ihrem neuen Album den richtigen Titel gegeben haben. Denn die „Skepsis" bleibt auch nach mehreren Hördurchgängen bestehen.




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