Metro Station - s/t


metrostation_cover
Stil (Spielzeit):  Elektro-Pop (39:53)
Label/Vertrieb (VÖ): Columbia / Sony (17.04.2009)
Bewertung: (5/10)
  Links: http://www.myspace.com/metrostation             http://www.metrostationmusic.com/de/home metro
Momentan kommt man an METRO STATION einfach nicht vorbei, denn Ihre Single „Shake It" läuft auf diversen Radiosendern auf Dauerrotation und verbreitet passend zum herrlichen Frühlingswetter einfach gute Laune. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass sich die Band mit dem Song bereits einen Platz in den Top Ten der deutschen Single-Charts sichern konnte. Betrachtet man Fotos der Band entsteht sofort der Eindruck, bei METRO STATION könnte es sich um eine Casting Band handeln - hübsche Jungs in schwarzen engen Hosen, mit Tattoos, knalligen Turnschuhen und passenden Emo-Frisen. Hinzu kommt, dass die beiden Gitarristen und Sänger Trace Cyrus (Sohn von Country Legende Billy Ray Cyrus und Halbbruder von Sängerin und Schauspielerin Miley Cyrus (Hannah Montana)) und Mason Musso (Bruder von Mitchell Musso, der den Oliver in der Serie „Hannah Montana" spielt) beide prominente Verwandtschaft vorweisen können, die für die rasante Entwicklung der Band über Myspace nach der Gründung vor zwei Jahren sicherlich von Vorteil gewesen ist.

Das selbstbetitelte Debütalbum von METRO STATION startet mit „Seventeen Forever" gleich mit einem weiteren Hitverdächtigen Song, der wie „Shake It" eine ähnlich prägnante Hookline vorweisen kann und sich angenehm unaufdringlich in die Gehörgänge gräbt um dort dann auch einige Zeit zu verweilen. Das darauffolgende extrem Keyboardlastige „Control" erinnert stark an die Kollegen von PANIC AT THE DISCO oder FALL OUT BOY und kommt fast komplett ohne Gitarren aus. So leider auch die meisten anderen Songs der Scheibe - Gitarren findet man wenn dann nur in elektrifizierter Form. Allerdings steht die Band auch zu diesem Stil und betont selber, dass ihr elektronischer Pop einfach Spaß machen und die Leute daran erinnern soll, sich die Vitalität und Freiheit der Jugend zu erhalten. Das gelingt den Jungs auf ihrem ersten Silberling auch ganz gut - allerdings sind die meisten Songs auch textlich gesehen eher einfallslos und plätschern vor sich hin ohne wirklich hängen zu bleiben.

Die Teenie Mädels werden METRO STATION jedenfalls lieben und man darf gespannt sein, ob sich das US-Quartett mit der nächsten Scheibe weiterentwickeln und festigen kann.