Kamera - Ressurection



Review

Stil (Spielzeit): SynthiePop / New Wave (40:41)

Label/Vertrieb (VÖ): Ultrachrome/ Rough Trade (23.02.07)

Bewertung: 5/10

Link: http://www.kamerastyle.com
http://www.myspace.com/kamerastyle
Es scheint das Jahr der Zweitlingswerke zu werden.
BLOC PARTY, MAXIMO PARK oder ARCTIC MONKEYS, sie alle gehen in die zweite Runde und neben dieser durchweg britischen Gesellschaft legen auch die Schweden von KAMERA ihren Debütnachfolger vor.

„Ressurection" heißt das Werk der Band, bei der sich einiges getan hat. Nicht musikalisch, aber bandintern, denn sowohl der Keyboarder als auch der Gitarrist der von vor 7 Jahren gegründeten Originalkonstellation verließen die Gruppe aufgrund des öffentlichen Drucks. Immerhin wurde schon mal vor 35.000 Leuten im Vorprogramm von Robbie Williams (!) eröffnet. Doch keine Zeit zum Schmollen, Ersatz war gefunden und KAMERA formierten sich neu. Und eines kann man ohne zu übertreiben sagen: das ist schon ein verdammt hübscher Haufen von stylischen Kerlen, denen sicherlich einige Mädchenherzen zufliegen werden.

Die Umbesetzung macht sich soundtechnisch jedoch wenig bemerkbar. Musikalisch schließt die Platte recht reibungslos an das 2003er Debüt „KAMERA" an. Schmissiger Synth-Pop mit New-Wave Zugabe. Bereits die ersten Takte lassen an Achtzigergrößen wie u.a. DURAN DURAN erinnern. Sänger Joakim Hjelms Stimme hört sich an wie eine Synthese von MONEYBROTHER und Bernard Sumner von NEW ORDER, besonders schön zu erhören bei „Disconnected" oder „TV LIGHTS". Die Songs sind allesamt sehr zugänglich poppig und mit einfachen Lyrics untermalt.

„Like A Drug" ist nicht nur die Single, sondern zeigt nach welchem Schema die Songs aufgebaut sind: netter Drumbeat, auf den ein paar Electrosounds gepackt werden - mal mehr, mal weniger 80s lastig - dazu einfache Gitarren- und Basseinsätze zum Gesang, beliebig auch zweistimmig.

Alles nicht stümperhaft, trotzdem: innovativ ist anders. Die Songs bleiben durchaus im Ohr kleben und sind auch ganz nett mal anzuhören, aber richtig mitreißen und fesseln können sie auf die Dauer nicht. Viel eher denkt man sich, man sollte doch mal wieder die alte NEW ORDER Platte anhören, die schon so lange im Regal steht.