Geschrieben von Samstag, 29 September 2007 21:12

Endstille - Interview mit Schlagzeuger Mayhemic Destructor

Hoch im Norden sitzt Deutschlands wohl konsequenteste sowie meist gelobte Schwarzmetall-Institution, und selbst ohne den gelungenen letzten Wurf "Endstilles Reich" gäbe es ein paar Gründe, den Feldherren eine Hand voll Fragen zu stellen. Mayhemic Destructor, seines Zeichens Schlagzeuger bei ENDSTILLE, nahm sich meinen Fragen kurz und knapp an.

War das Album eine schwere Geburt?

Das Album war keine schwere Geburt. Die Veröffentlichung hat zwar etwas gedauert, aber das lag auch an internen Veränderungen.

Wer ist die treibende künstlerische Kraft in der Band?


Alle. Alle haben Ideen, alle bringen sich ein. ENDSTILLE ist kein Ein-Mann-Projekt sondern eine Band, in der alle ihre geilen Ideen zusammentragen.

Wie ist die Stimmung bei ENDSTILLE derzeit? Lust auf Konzerte, Aufnahmen oder Urlaub? Wovon habt ihr zuviel und wovon zu wenig?


Die Stimmung ist großartig. Wie immer, wenn ein neuer Release ins Haus steht. Wir arbeiten schon an Songs für den Nachfolger von "Endstilles Reich". Die Lust auf Aufnahmen ist immer da, die Lust auf Konzerte manchmal und das auch nicht bei allen, und Urlaub? Wäre mal genial.

Gibt es noch Bands mit denen ihr euch eine Zusammenarbeit wünscht oder mit denen ihr euch ein Projekt vorstellen könntet? Oder interessiert euch das Kollegium und die Konkurenz überhaupt nicht?

Keine Ahnung, darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. ENDSTILLE wird wohl nur als ENDSTILLE ohne Gastmusiker auskommen. Vielleicht kommt ja noch mal ne Split-Scheibe raus.

Ich werde kaum der Einzige sein, der mit "Endstilles Reich" zufrieden ist. Könnt ihr kurz drei Gegenstände, Personen oder Ereignisse aufzählen, die euch beeinflusst haben während ihr das Album gebastelt habt?

Also, natürlich war der Wechsel von Twilight zu Regain immer vorherrschend während des Entstehungsprozesses. Der Prozess hat ja fast acht Monate gedauert. Vielleicht ist das Album deshalb so aggressiv geworden. Aber ich glaube einfach, dass nach einer Scheibe wie "Navigator" ein Album wie "Endstilles Reich" kommen musste. Es musste wieder brutaler werden. Ob und inwiefern die Begleitumstände das beeinflusst haben, kann ich nicht sagen. Sowas passiert ja unbewusst.

Wer sich dafür interessiert, kann eure politische Enthaltsamkeit in unzähligen Interviews nachschlagen, doch das ändert wohl nichts daran, dass ab und an noch eine Drohung ins Haus flattert. Wie weit gehen die Drohungen?

Bisher gab es einmal Morddrohungen von rechts. Das ist aber schon gut drei Jahre her. Ansonsten ist es doch recht ruhig.

In Rücksicht auf die akustische Kriegstreiberei: Habt ihr gedient, verweigert oder habt ihr euch ausmustern lassen?


Gedient. Wachtfels war U-Boot Kommandant auf der Ostsee.

Habt ihr ein Ende für ENDSTILLE im Blick? Gibt es ein Ziel auf das ihr zusteuert oder wollt ihr solange weitermachen, sehen wohin es euch treibt und dann aufhören, wenn die Luft raus ist?


Ein Ende ist zur Zeit nicht in Sicht. Unser Ziel ist jetzt erstmal das Ausland. Mal schauen ob da was geht, wenn nicht, machen wir trotzdem weiter.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

Nichts. Gute Nacht.