Geschrieben von Dienstag, 24 Februar 2026 10:03

THE KOOKS in Berlin – Britpop-Magie in Bestform

Luke Pritchard von THE KOOKS live in Berlin Luke Pritchard von THE KOOKS live in Berlin Fotos: Heiko Becker

Wenn eine Band die Berliner Columbiahalle im Februar 2026 restlos ausverkauft, dann ist das kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer langjährigen Liebesbeziehung zwischen den KOOKS und ihrer hiesigen Fangemeinde.

Nach dem exklusiven Vorgeschmack im Columbia Theater am Vorabend lieferte das Quartett am Sonntag eine Show ab, die genau ins Schwarze traf: Kompakt, energetisch und mitreißend.

Vom Showcase zur großen Bühne

Der „Doppelschlag“ am Wochenende war ein cleverer Schachzug. Während das Arte-Showcase die Intimität feierte, bot die Columbiahalle den nötigen Raum für den vollen Breitwand-Sound. Die Band wirkte frisch und sichtlich motiviert, den Schwung vom Vorabend direkt in die große Halle zu transportieren.

Ein Set wie aus einem Guss

Die Setlist war eine Punktlandung. Statt sich in Experimenten zu verlieren, servierten Luke Pritchard und Co. einen perfekt kuratierten Querschnitt ihres Schaffens:

  • Der fulminante Start: Mit „Sofa Song“ und „Eddie’s Gun“ wurde direkt klargestellt, dass die Band keine Anlaufzeit braucht. Der Sound war druckvoll, die Präsenz auf der Bühne absolut on point.
  • Die Dynamik: In den gut 80 Minuten gab es kaum Leerlauf. Die Übergänge saßen perfekt, und die Mischung aus treibenden Nummern wie „Do You Wanna“ und atmosphärischen Momenten wie „Seaside“ sorgte für einen großartigen Spannungsbogen.
  • Die Crowd-Connection: Es ist beeindruckend zu sehen, wie textsicher das Berliner Publikum auch 2026 noch ist. Dass die Halle bei „Ooh La“ und „Naive“ fast im kollektiven Gesang versank, war der verdiente Lohn für eine handwerklich makellose Performance.

Setlist (15.02.2026)

  1. Intro
  2. Sofa Song
  3. Always Where
  4. Eddie’s Gun
  5. Stormy Weather
  6. She Moves
  7. Bad Habit
  8. Westside
  9. Sweet Emotion
  10. Sunny BB
  11. Junk Of The Heart
  12. See Me Now
  13. Seaside
  14. Sway
  15. Shine On
  16. Down
  17. See The World
  18. Do You Wanna
  19. You Don't Love Me
Encore:
  • Ooh La
  • Naive
Heiko

Ich bin Heiko Becker, gebürtiger Schleswig-Holsteiner und seit vielen Jahren in Berlin zu Hause. Meine musikalische Herkunft liegt im Grunge und der „angezerrten Gitarrenmusik“ der frühen 90er – Bands wie Nirvana, Guns N’ Roses, AC/DC, Pearl Jam, Foo Fighters, Machine Head, Pantera, Slayer, Metallica, Paradise Lost und Sick Of It All gehören zu meinen prägendsten Lieblingsbands. Aber auch Rap, Hip-Hop und Songwriter begeistern mich, solange die Musik handgemacht ist und bei mir Emotionen weckt.

Viele Jahre war ich als normaler Besucher auf Festivals wie Roskilde, Wacken Open Air, Hurricane Festival und Dynamo Open Air unterwegs. Seit 2024 darf ich endlich als akkreditierter Fotograf dabei sein und tolle Bilder von diesen besonderen Momenten machen.

Musik für mich ist immer eine emotionale Erfahrung – egal ob im Publikum oder hinter der Kamera, Hauptsache, sie berührt und bleibt im Gedächtnis.