Geschrieben von Sonntag, 13 Februar 2011 00:00

Onkel Tom, The Very End, Spellbreaker - Herford, X

onkel-tom-band

Am 15. Januar 2011 rief Onkel Tom zum gemeinsamen Schunkeln und Bier konsumieren nach Herford - unter dem Banner des „OWL Metal Storm 2011". Begleitet wurde er von den Bands OVERGARD, MANIA, LOST WORLD ORDER, SPELLBREAKER und THE VERY END. Und es sollte ein feucht fröhlicher Abend werden.


Leider folgten nicht wirklich viele Fans dem Aufruf, und so mussten die ersten drei Bands noch in einem relativ leeren „X" eröffnen. Und das bei einem mehr als fairen Preis von fünfzehn Euro. OVERGARD spielten also vor knapp 10 Leuten ihren Black Metal. Der Sound kam sehr druckvoll rüber und die Jungs gaben trotz sehr gelichteten Reihen alles. Allerdings empfand ich die Band für das heutige Billing etwas fehlplatziert. Dennoch lupenreine Eröffnung. Danach folgten MANIA, die eine Mischung aus Death- und Thrashmetal kredenzten. Auch hier war der Sound mehr als akzeptabel und dafür, dass die Band noch nicht wirklich bekannt ist, haben auch die alles gegeben.

Bei LOST WORLD ORDER wuchs die Zahl der Leute im Publikum ein wenig an - leider mehr an den Tresen als vor der Bühne. Dennoch tummelten sich mittlerweile vielleicht knapp 30 Leute. Und denen wurde eine gute Performance geboten und eine dicke Portion Thrashmetal um die Ohren geblasen. Mit SPELLBREAKER wurde es langsam auch vor der Bühne voller. Die Bielefelder Band konnte mit einem sehr brachialen Set und einem sehr druckvollen Sound punkten, musste sich aber leider dem strikten Zeitplan beugen und vorzeitig die Bühne verlassen. Auch wurde erst jetzt sichtbar, unter welchem Banner der heutige Abend stehen sollte, es wurde nämlich immer oldschooliger. Nietengürtel, Patronengürtel, mit Aufnähern übersäte Kutten, enge und fast schon Spandex-artige Jeans und natürlich die obligatorischen weißen Turnschuhe tauchten immer öfter auf. Welch eine Zeitreise in vergangene Tage.

Jetzt durfte endlich der Co-Headliner THE VERY END ran. Die Jungs servierten dem Publikum eine düstere Thrashgranate nach der anderen. Großartig groovender Metal. Die Performance stimmte zu jedem Moment der Show. Die Ansagen passten, und auch die Bühnenpräsenz war mehr als gelungen. Da kann man sich schon auf ihr neues Werk freuen. Eine durchweg solide Leistung, die natürlich auch durch den guten Sound noch weiter unterstützt wurde. Leider durften aber auch THE VERY END trotz einiger Zugabe-Rufe keine Zugabe zocken. Mittlerweile war auch mehr vor der Bühne als an den Tresen los.

Auf zum Headliner: ONKEL TOM war endlich in OWL angekommen und die Party eröffnet. Tom Angelripper wurde gefeiert wie kein Zweiter an diesem Abend und lauthals jeder Song mitgesungen. Tom stand nicht eine Sekunde lang still und hielt sein Mikro fast ebenso oft ins Publikum, das natürlich dankend mitgrölte. Ungefähr zur Hälfte des Konzertes lud Tom das Publikum auf seine Bühne ein, und so ging die Party dort weiter. Da es aufgrund der vielen Fans eng wurde, verließ Tom die Bühne zwischendurch und sang einige Songs im Publikum. „Trink, trink, Brüderlein trink ..." Die Band, von der ONKEL TOM begleitet wurde, gab auch alles, so dass dieses Konzert zu einer feucht-fröhlichen Party wurde, die dann nach knapp 1,5 Stunden und dem finalen „Es gibt kein Bier auf Hawaii" vorbei war. Ein wirklich gelungener Abend.