Alesana - On Frail Wings Of Vanity And Wax (Europa-Version) Tipp

>


Stil (Spielzeit): Emo/Screamo/HC/Metalcore (55:57)
Label/Vertrieb (VÖ): Defiance / Cargo (18.05.07)

Bewertung: 8,5 / 10
Link: http://www.myspace.com/alesana
http://www.alesanarock.com/
Vor fast einem Jahr habe ich diese Platte schon mal besprochen, damals aber die Erstveröffentlichung auf Tragic Hero Records als US-Import. Nun haben ALESANA also auch den regulären Weg in unsere Regale gefunden, denn Defiance Records bringt das Album samt Bonustracks und Live-Videos und Interview nun in unseren Landen heraus (während die Band selber mittlerweile in den USA bei Fearless Records unter Vertrag steht).
Und auch wenn ich wie bei meiner ersten Rezension immer noch etwas überrascht bin, wie viele Klischees die Band aus dem Emo-Genre anhäuft, gefällt sie mir nach wie vor sehr gut. Im Info lese ich den Begriff „Sweetcore“ und ich muss sagen, dass passt richtig gut. Durch die unfassbar hohe Gesangstimme, die poppigen Songparts und die schwülstigen Texte passt das „Sweet“ und das „Core“ verdienen sie sich genauso gut. Hier wird gelitten, geliebt, gegrowlt , aus drei Kehlen geschrieen, Breakdowns abgefeiert und eigentlich alles miteinander vermischt, was im weitesten Sinne mit dem Begriff Emo assoziiert wird. Aber wie sich das genauer beschreiben läßt, kann man ja einen Mausklick entfernt im alten Review nachlesen.
Die Veröffentlichung über Defiance ist vor allem auch deshalb interessant, da hier ein Remix von „Apology“ drauf ist, der auf Gitarren und Drums verzichtet und nur auf ein Piano setzt. Ebenso „Early Mourning“, der zweite Bonustrack, der auch ein Klavierstück ist. Um das ganze Ding komplett zu machen, finden sich hier auch noch vier Livevideos, die alle qualitativ in Ordnung gehen und ein Video-Interview mit der Band. Zum Artwork kann ich leider nichts sagen, da es mir lediglich bei der US-Version vorlag. Alles in allem ist diese Auflage von „On Frail Wings Of Vanity And Wax“ nach wie vor ein absoluter Tipp für alle Screamofans, die es gerne sowohl heftiger als auch vollkommen zuckersüß mögen – denn genau das sind ALESANA. Allerdings kann ich wunderbar verstehen, wenn das jemand als absoluten Klischee-Overkill empfindet und mit den drei Stimmen und drei Gitarren (!) nicht warm wird. Ich persönlich hör die Platte aber immer wieder sehr gerne.