Between The Buried And Me - The Parallax: Hypersleep Dialogues (EP)

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Stil (Spielzeit): 
ProgressiveExtremMetal (30:02)
Label/Vertrieb (VÖ):
Metalblade (16.04.2011)
Bewertung:
6,5/10

Link:
  http://www.myspace.com/betweentheburiedandme

Manchmal wird es einem als Rezensent wirklich nicht einfach gemacht. Erst erfährt man, dass bald ein neues Album seiner Lieblingsband erscheint, dann muss man schnell dafür sorgen, dass man dieses auch bekommt - und dann heißt es warten. Umso mehr freut man sich, wenn man endlich in die neuen Songs rein hören darf. Voller Vorfreude stürzt man sich auf das neue Material und erwartet eigentlich, dass man über diese Band etwas Positives schreiben kann...
So ging es mir auch, bis eben, mit dem neuen Album von BETWEEN THE BURIED AND ME. Dieses hört auf den komplexen Namen „The Parallax: Hypersleep Dialogues“. Endlich war der Stream fertig, kurz noch vorsichtshalber auf Viren gescannt und schon erklangen die ersten Töne aus dem Wiedergabeplayer meines PCs. Und dann geschah etwas, womit ich vorher so gar nicht gerechnet hatte: irgendwie nichts. Meine überschwängliche Begeisterung, die mich bei den letzten beiden Alben umgehauen hat, blieb irgendwie aus.

Technisch bewegen sich BETWEEN THE BURIED AND ME wie immer auf allerhöchstem Niveau, und Abwechslungsreichtum wird auch wieder einmal groß geschrieben. Allerdings sind auch BTBAM mittlerweile auf den Geschmack der Doppelalben gekommen, die nacheinander auf dem Markt erscheinen, denn es handelt sich bei „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ um den ersten Teil einer Gesamtgeschichte. Das heißt, es gibt zwei Konzeptalben von BTBAM. In der Geschichte geht es um zwei Charaktere, die Millionen von Lichtjahren auseinander existieren und sich mit ihren eigenen Belangen beschäftigen. Bald treffen beide Entscheidungen, die nicht nur ihr Leben, sondern auch die Zukunft des Universums für immer ändern werden. Das wäre bis dahin auch eigentlich fast kein Problem, wenn „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ nicht nur knapp eine halbe Stunde lang wäre.

Die Scheibe ist zwar wieder einmal ganz großes Kino, allerdings fehlen mir ein wenig die Höhepunkte. Alles in allem habe ich das Gefühl, dass sich BTBAM diesmal nichts wirklich Neues zugetraut und weniger experimentiert haben und daher das Album ein wenig danach klingt, als würde es sich um Überbleibsel-Songs von ihrem letzten Werk „The Great Misdirect“ handeln. Das ist ja eigentlich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich spannend. Und daher muss ich den Jungs von BETWEEN THE BURIED AND ME diesmal einige Punkte abziehen, auch wenn mir das persönlich sehr Leid tut.

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