Khold - Hundre Ar Gammal




Stil (Spielzeit): roher, primitiver Black Metal (36:25)
Label/Vertrieb (VÖ): Tabu Recordings/Soulfood (24.10.08)
Bewertung: 7,5/10
Link: http://www.khold.com
Wo andere extreme Metalbands ihre Grenzen ausloten, Bombast und Epik in ihren Sound einbringen, mit Blastbeats über den Hörer hinweg ballern oder Progressivität groß schreiben, schwimmen KHOLD gegen den Strom und reichen mit ihrem primitiven, vorrangig im Midtempo gehaltenen Black Metal all denen die Hand, die es pur, dunkel, bösartig und unverfälscht mögen.

Das fünfte Album „Hundre Ar Gammal“ der seit 2000 existierenden Band enthält elf Songs, die nach wie vor ausschließlich mit norwegischen Texten über Tod und Verzweiflung versehen sind und mit harten, monotonen Riffs, einem klaren Bass, meist schleppendem Drumming und sehr viel Groove depressive Stimmung verbreiten. Sänger/Gitarrist Gard singt rau, verzichtet aber auf hysterisches Gekeife und Gekrächze. Wären die Texte in Englisch gehalten, würde man sie problemlos verstehen können.
Auf „Hundre Ar Grammal“ regiert pure, unverfälschte Düsternis, die eine ganz eigene Stimmung erzeugt. Stellenweise wagen KHOLD mit schnelleren Drums Ausbrüche, kehren mit doomigen, schleppenden Passagen aber immer zu ihrem oldschooligen Sound zurück, in den sie auch mal dunkle Melodien einstreuen. Die Produktion ist erdig und fett ausgefallen, die Gitarren lassen es richtig schön krachen.

Abwechslung findet man auf dem fünften Album der Norweger nicht, dafür elf rohe Black Metal-Diamanten (richtig passend ist diese Stilbezeichnung für KHOLD übrigens nicht), die den Hörer in eine dunkle, frostige Stimmung versetzen. Genau das Richtige für dunkle Gedanken und den Winter, der demnächst mit seiner klirrenden Kälte kommen wird.