Puddle Of Mudd - Volume 4: Songs In The Key Of Love And Hate

puddleofmudd-volume4

Stil (Spielzeit): Neo-Grunge / Modern Rock (35:44)
Label/Vertrieb (VÖ):
Geffen/Universal (19.02.10)
Bewertung:
knappe 7/10
Link: www.puddleofmudd.com

Alles wie immer im Hause PUDDLE OF MUDD. „Volume 4: Songs In The Key Of Love And Hate" überrascht mich überhaupt nicht, außer: „Blood On The Table" ist ein Hit geworden. Ansonsten regiert wohlklingender, professionell arrangierter Modern Rock mit guten Hooks, tanzbaren Grooves und druckvollem Sound.
„Blood On The Table" hat von Anfang an mehr Biss als ein durchschnittlicher PUDDLE OF MUDD-Song, der Refrain knallt mich schlichtweg an die Wand. Dem Rest der Songs fehlt es an vergleichbarer Prägnanz.
Die erste Single „Spaceship" rotzt gut geradeaus, auch „Pitchin A Fit" klingt schön grungy. „Keep It Toghether" ist eine dieser bandtypischen Neo-Grunge-Balladen mit mehrstimmigem Gesang und belanglosem Refrain, ähnlich (aber durch Tempowechsel etwas interessanter) sieht's aus bei „The Only Reason".
Und so klingt denn auch der Rest der Scheibe: ein Wechsel zwischen geradlinigem NuRock und Grunge-Pop, alles irgendwo schonmal gehört, gewohnt solide, amtlich produziert und selbstredend inklusive Wes Scantlins ewig wiederkehrenden Beziehungssoßen-Lyrics. Manche Dinge ändern sich nie.

"Das war doch Pille-Palle, Alter, überhaupt keine große Sache" kommentierte Wes den Entstehungsprozess dieses Albums, Gitarrist Paul Phillips (nach einer Auszeit wieder Teil der Band) nannte ihn gar "ein absolutes Kinderspiel". Stellt sich die Frage, wie die Band klingen würde, wenn sie mal ans Limit geht...
Wes: "Wir schreiben nun mal große Hooks und eingängige Melodien, denn so arbeiten wir halt." So klingt's denn auch: schon cool, aber wenig besonders.