Ahnengrab - Omen

ahnengrab - omen


Stil (Spielzeit): Pagan/Black Metal (60:45)
Label/Vertrieb (VÖ): Einheit Produktionen (17.02.12)
Bewertung: 5,5/10

ahnengrab.de

Beginnen wir mit den Fakten: Gegründet haben sich AHNENGRAB im Jahr 2006, zwei Jahre später erschien das selbstbetitelte Debüt. 2011 hat sich die Truppe an den Nachfolger zu "Ahnengrab" gemacht, der in Kürze in den Läden stehen wird. Auf "Omen" wird eine deutschsprachige Mischung aus Black und Pagan Metal gezockt, unterstützt wird die Band dabei von Mitgliedern des Staatsorchesters Brandenburg.

Musikalisch ist das in knapp einer Stunde gebotene Material durchaus hörenswert: Zwar decken AHNENGRAB stereotypisch so ziemlich alles ab, was man sich unter den Begriffen Pagan und Black Metal vorstellen kann (rasende Blastbeats, Tempowechsel, herrlich melodische Leads, straffe Riffs, Lagerfeuer-Romantik, klassische Einsprengsel, düstere Stimmung, epische Strukturen), und das durchaus professionell. Die Mitglieder beherrschen ihre Instrumente, die Produktion klingt vielleicht ein wenig verwaschen, dafür aber nicht überproduziert oder steril, und manche Songfetzen bleiben recht schnell im Ohr. Das hilft nur alles nichts, wenn der Sänger stets in ein und derselben Tonlage völlig uninspiriert und ohne Biss vor sich hin kreischt. Zwischendurch sind auch mal Growls und cleane Passagen zu hören, gerade letztere klingen aber einfach nur grausam. So wird einem der Spaß an der Musik genommen, denn die Vocals sind nun nicht gerade das, was man mal eben schnell überhören und als unwichtig bezeichnen könnte.

Musikalisch ist "Omen" zu gebrauchen und hält einige richtig gute Momente bereit, die Gesangsleistung ist jedoch so unterirdisch langweilig und monoton, dass das zweite AHNENGRAB-Album nur etwas für Hardcore-Paganisten ist, die es schaffen, über die grottigen Vocals hinweg zu hören. Und nein, liebe Bandmitglieder: Es handelt sich nicht gleich um eine Verschwörung, nur weil mehrere Webzines der gleichen Meinung sind. Es liegt einfach an eurem beschissenen Sänger, den ihr schnellstmöglich austauschen solltet. Nichts für ungut.
Chrischi

Musik ist immer da. Sie ist ein Geschenk und wird nie vergehen. Sie ist Seelentröster, Stimmungsmacher, Runterbringer, Frustbewältigung, Freiheit und Gefühl. Und weil sie oft genug so unfassbar geil ist, sollten wir drüber reden. 

Stile: Metal und (Hard) Rock in allen möglichen Facetten – von knüppelhart über symphonisch bis vertrackt und balladesk.

Bands: Metallica, Iron Maiden, Bruce Dickinson, Blind Guardian, Avantasia, Helloween, Nightwish, Ayreon, Dream Theater, Lorna Shore, Wintersun, Opeth, Foo Fighters, Pearl Jam, Linkin Park, Motörhead, AC/DC, Rammstein, Armored Saint, Night Demon, Hans Zimmer und so verflucht viele mehr ...

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