Bewitcher - Cursed Be Thy Kingdom Tipp

Bewitcher - Cursed Be Thy Kingdom
    Black Metal mit Speed- und Heavy-Einflüssen

    Label: Century Media
    VÖ: 16.04.2021
    Bewertung:8/10

    Homepage


Dass Century Media ein Auge für vielversprechende Newcomer besitzt, beweist das Dortmunder Metallabel schon seit vielen Jahren. Da wundert es nicht, dass der Klangschmiede vor einigen Monaten mit dem Signing von BEWITCHER ein weiterer kleiner Coup gelungen ist. Denn mit dem selbstbetitelten Debütalbum von 2016 und dem 2019er-Output "Under The Witching Cross“ hat sich das Trio aus Portland schon längst den Ruf als Geheimtipp im Spannungsfeld zwischen Speed- und Black Metal erspielt.

Klar, dass da auch das neue Album "Cursed Be Thy Kingdom“ mit Spannung erwartet wurde. Zurecht, denn BEWITCHER halten, was sie versprechen, auch wenn sich die Amerikaner für ihr drittes Studiowerk etwas Besonderes ausgedacht haben. "Cursed Be Thy Kingdom“ orientiert sich in Struktur und Riffs an klassischen Heavy-Metal-Alben, stets aber mit dem ganz eigenen BEWITCHER-Touch.

Roadtrip mit durchgedrücktem Gaspedal

Entsprechend brettern "Satanic Magick Attack“ und "Electric Phantoms“ in beinah obszöner Roadtrip-Manier aus den Boxen, während Sänger M. von Bewitcher (der Name ist kein Witz) das Speed-Heavy-Gemisch dank Gruselvocals in schwarzmetallische Gefilde entführt. Doch während die reichlich vorhandenen Nackenbrecher ("Metal Burner“!) allesamt ihren Zweck erfüllen, sind es ausgerechnet die langsamen Stücke, in denen BEWITCHER wirklich brillieren. So avancieren "Valley Of The Ravens“ und "The Widow's Blade“ mit ihren langsam walzenden Riffs, düsterer Atmosphäre und echten Ohrwurm-Refrains zu den unbestrittenen Highlights der Platte.

Vor allem untermauert dies aber auch den Wachstumsprozess des Trios. Während sich die Debütalben eher auf den Knalleffekt in der Live-Situation konzentrierten, markiert "Cursed Be Thy Kingdom“ auf gewisse Weise die Emanzipation BEWITCHERs als echte Szenegröße. Das dritte Studioalbum der Amerikaner vereint auf besondere Weise den Trademark-Sound vergangener Tage mit neuen Einflüsse und könnte als Sprungbrett in höhere Weihen dienen.

Tracklist

1. Ashe (01:42)
2. Death Returns… (03:06)
3. Satanic Magick Attack (03:30)
4. Electric Phantoms (04:17)
5. Mystifier (White Night City) (04:13)
6. Cursed Be Thy Kingdom (02:56)
7. Valley of the Ravens (05:23)
8. Metal Burner (03:03)
9. The Widow's Blade (05:20)
10.Sign of the Wolf (02:48)

Mehr Black Metal Reviews