Theo

Theo

Stile:
 Heavy-, Power-, Folk-, Pagan-, Symphonic-, Death-, Black Metal, Rock

Bands: Nightwish, Arch Enemy, Amorphis, Children Of Bodom, Audn, The GazettE, Evergrey, Winterstorm, Black Star Riders ...

E-Mail: theo[@]burnyourears[.]de


Laura Cox - Head Above Water

Wenn ein Genre nicht für Innovation bekannt ist, dann wohl der Classic Rock. Überaltert, angestaubt und häufig ohne jeglichen Willen, das musikalische Risiko zu suchen, lebt die Stilrichtung heute vor allem von seiner Nostalgie. Dank der Französin LAURA COX weht seit 2017 jedoch immerhin ein frisches Lüftchen durch das notorisch männerdominierte Genre. Und mit ihrem dritten Studioalbum "Head Above Water“ mausert sich das Lüftchen endlich auch zu einem ordentlichen Zug.


Beyond The Black - s/t

„Sie werden NIGHTWISH das Fürchten lehren“ – so berichtete EMP im Februar 2015 erstmals über das deutsche Symphonic-Metal-Nachwuchsgewächs BEYOND THE BLACK. Und während das Quartett den Vorschusslorbeeren musikalisch seitdem nur selten gerecht wurde, hat sich die Band inzwischen tatsächlich in die Riege etablierter Metalacts eingeschlichen. Doch wie viel NIGHTWISH steckt noch im fünften – bezeichnenderweise selbstbetitelten – Studioalbum der Deutschen?


Tarja - Best Of: Living The Dream

Eine der grundlegenden Fragen, welche die Veröffentlichung eines Best-Of-Albums stets begleitet, ist die nach seiner Zielgruppe. Sollen mit einer Zusammenstellung der eingängigsten Lieder neue Fans angelockt werden? Oder soll gar die treue Fanbasis durch Raritäten und Bonusmaterial zum "erneuten" Kauf bewegt werden? Auch die finnische Rock-Sopranistin TARJA traut sich nach über sechs Studioalben und unzähligen Studioprojekten nun an das bei Fans unbeliebte Format heran und zeigt, dass ein Best-Of durchaus alle Seiten zufrieden stellen kann.


Garbage - Anthology (2CD)

Wer Best-Of-Alben als seelenlose Kommerzprodukte verschreit, verkennt nicht selten, dass deren Zusammenstellung mehr Arbeit darstellt, als einem auf den ersten Blick gewahr wird. Best-Ofs wollen im Prinzip neuen Fans einen möglichst barrierefreien Zugang zu einem meist extensiven Backkatalog bieten und dabei die Essenz des:der Künstler:in erfassen. Doch wie mit einer Band umgehen, die sich seit jeher jeder Essenzialisierung entzogen hat? GARBAGEs erstes Best-Of-Album seit 15 Jahren macht es vor.


Two And A Half Girl - Evidence Of A Broken Mind

Mit "Evidence Of A Broken Mind“ kommt ein Album aus den Niederlanden zu uns, das den Finger unmissverständlich in die Wunde legt. Warum dürfen nicht-heteronormative Menschen in über 70 Ländern der Welt immer noch nicht sie selbst sein? Warum müssen sich diese auch hierzulande noch immer misstrauischen Blicken ausgesetzt fühlen? Und warum tun wir eigentlich nichts dagegen? TWO AND A HALF GIRL geben auf ihrem Debütalbum zwar keine Antworten, verhelfen dem Frust über besagte Umstände aber zu dringend benötigter Prominenz.


The Damned - A Night Of A Thousand Vampires: Live In London (Blu-Ray / 2CD)

Wenn sich DIE britische Goth-Rock-Band schlechthin mit dem Circus Of Horror und dem Hammer House of Horror zusammenschließt, um im altehrwürdigen Londoner Palladium ein gemeinsames Live-Konzert zu geben, dann ist eigentlich schon völlig klar, dass so etwas mitgeschnitten werden muss. Gesagt, getan: THE DAMNED veröffentlichen mit "A Night Of A Thousand Vampires: Live In London“ ihr inzwischen x-tes Live-Album und wir sagen: Zurecht!


Architects - The Classic Symptoms Of A Broken Spirit

Gleich vorweg: Wer vor eineinhalb Jahren schon nicht mit dem damals frisch erschienenen ARCHITECTS-Album "For Those That Wish To Exist“ klar kam, für den:die ist auch 2022 keine Besserung in Sicht. Denn mit ihrem zehnten Studioalbum "The Classic Symptoms Of A Broken Spirit“ schrauben die Briten den Anteil an elektronischen Klängen noch einmal in die Höhe. So heißt es für das Quintett: Volle Fahrt in Richtung Stadionrock!


Lorna Shore - Pain Remains

2021 urteilten wir in unserer Review zur damaligen Veröffentlichung der EP "… And I Return To Nothingness“: „Die neue EP ist ein Pflichtkauf für alle Genrefans und hoffentlich ein Wegweiser für eine kommende LP.“ Schließlich konnte die Symphonic-Deathcore-Chimäre mit Damals-Neu-Sänger Will Ramos am Mikrofon auf ganzer Länge überzeugen: detailverliebt und komplex markierte sie eines der spannendsten Core-Releases des Jahres. Knapp 14 Monate später ist aus Wunschdenken Realität geworden – LORNA SHORE melden sich mit "Pain Remains“ zurück.


Stake - Love, Death and Decay

"Love, Death and Decay“, das zweite Studioalbum der belgischen Post-Metal-Truppe STAKE, klingt wie eine Vertonung seines Artworks. Ein unstrukturiert wirkendes Gemisch aus Farben, die sich durchdringen, abstoßen und einer kaum nachzuverfolgenden Bewegungsdynamik folgen. Und doch schlägt das neue Werk der früher als STEAK NUMBER EIGHT bekannten Formation um Fronter Brent Vanneste in seinen Bann.


Behemoth - Opvs Contra Natvram

Mit ihrem 12. Studioalbum haben BEHEMOTH einmal mehr Großes vor. Denn die polnischen Black-Metal-Legenden werden auf der "The European Siege“-Tour mit ARCH ENEMY diesen Herbst nicht nur einige der größten Hallen der Republik füllen, sondern mit eben jenem "Opvs Contra Natvram“ auch ihr 30jähriges Jubiläum feiern. Jedenfalls fast – ein Jahr mehr haben Nergal und Co. inzwischen dann doch schon auf dem Buckel.


Parkway Drive - Darker Still

Mit der Größe und Reputation einer Band wachsen auch die Erwartungen, welche an neue Musik gestellt werden. Und wenn besagte Band dann auch noch eine kontinuierliche Transformation vollzieht, gesellt sich schnell auch eine Lust an der Häme dazu. Eine Erfahrung, die PARKWAY DRIVE nicht zuletzt mit ihrem Erfolgsalbum "Ire“, erst recht aber mit "Reverence“ machen mussten. Zwischen "Bestes Album ever“-Fans und "Nicht mehr mein PARKWAY DRIVE“-Pessimisten blieb damals kaum Raum für (vermeintlich) objektive Betrachtungen.


The Hirsch Effekt - Solitaer/Gregaer

Was ist in den letzten Monaten nicht alles über Werke der Coronapandemie geschrieben worden? Kein Wunder, hat sich doch kaum ein Ereignis der letzten Jahre so vollumfänglich auf unsere Leben ausgewirkt. Das Resultat sind unzählige musikalische "Corona-Babys“, zu denen nun mal auch die neue THE HIRSCH EFFEKT-EP zählt. Und doch fühlt sich "Solitaer“ ein wenig anders an als die Flut an artverwandten Veröffentlichungen.


Long Distance Calling - Eraser

Instrumentale Rockmusik ist ein Genre, welches nur bedingt massentauglich ist. Und dennoch ist es dem Münsteraner Quartett LONG DISTANCE CALLING gelungen, mit seinem aktuellen Album "How Do We Want To Live?“ bis auf Platz 7 der deutschen Charts zu stürmen. Nur die Tour musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden und konnte erst im Mai dieses Jahres erfolgen. Genug Zeit also, um an neuer Musik zur arbeiten: Das achte Studioalbum "Eraser“ erscheint Ende August bei earMusic.


Arch Enemy - Deceivers

Was anderen Bands das Genick bricht, stellte sich für ARCH ENEMY als absoluter Glücksgriff heraus: ein Sängerinnenwechsel. Kalkulierte Gitarrist Michael Amott 2014 noch einen vorläufigen Karriereknick, grüßen die Schweden inzwischen von ganz oben – ausverkaufte Arenen inklusive. Und auch die Setlist des Quintetts stützt sich im Gegensatz zum Konservatismus zahlreicher Headliner vor allem auf das Songmaterial der mit Alissa White-Gluz eingespielten Alben "War Eternal“ und "Will To Power“. Ein Trend, der sich mit Studioalbum Nummer 11, "Deceivers“, durchaus fortsetzen könnte.


Charlie Griffiths - Tiktaalika

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad helfen bekanntlich nur zwei Dinge: ein eisgekühltes Getränk und noch kühlerer Progressive Rock. In diesem Sinne sorgt zumindest einmal das Cover von "Tiktaalika“, dem Solo-Debütalbum von HAKEN-Gitarrist Charlie Griffiths, mit seiner verschneiten Landschaft für mentale Abkühlung. Ob Fans beim Hören des Konzeptalbums jedoch eher warm oder kalt zumute wird, entscheiden letztlich jedoch vor allem die jeweils individuellen Präferenzen.


Sons - Sweet Boy

Hach, wie gut es tut, endlich wieder auf Konzerte gehen zu können. Nach zwei Jahren Stillstand füllen sich Clubs und Konzerthallen langsam wieder, während Künstler:innen endlich den Staub aus ihren Verstärkern blasen dürfen. Doch wohin als erstes? Die belgischen Rocker von SONS mit ihrem neuen Album "Sweet Boy“ wären sicherlich keine schlechte Wahl. Jedenfalls wenn man in der Nähe von Leipzig oder Berlin wohnt – dort wird das Quartett in Juli als Vorband von JACK WHITE zu sehen sein.