Theo

Theo

Stile:
 Heavy-, Power-, Folk-, Pagan-, Symphonic-, Death-, Black Metal, Rock

Bands: Nightwish, Arch Enemy, Amorphis, Children Of Bodom, Audn, The GazettE, Evergrey, Winterstorm, Black Star Riders ...

E-Mail: theo[@]burnyourears[.]de


Charlie Griffiths - Tiktaalika

Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad helfen bekanntlich nur zwei Dinge: ein eisgekühltes Getränk und noch kühlerer Progressive Rock. In diesem Sinne sorgt zumindest einmal das Cover von "Tiktaalika“, dem Solo-Debütalbum von HAKEN-Gitarrist Charlie Griffiths, mit seiner verschneiten Landschaft für mentale Abkühlung. Ob Fans beim Hören des Konzeptalbums jedoch eher warm oder kalt zumute wird, entscheiden letztlich jedoch vor allem die jeweils individuellen Präferenzen.


Sons - Sweet Boy

Hach, wie gut es tut, endlich wieder auf Konzerte gehen zu können. Nach zwei Jahren Stillstand füllen sich Clubs und Konzerthallen langsam wieder, während Künstler:innen endlich den Staub aus ihren Verstärkern blasen dürfen. Doch wohin als erstes? Die belgischen Rocker von SONS mit ihrem neuen Album "Sweet Boy“ wären sicherlich keine schlechte Wahl. Jedenfalls wenn man in der Nähe von Leipzig oder Berlin wohnt – dort wird das Quartett in Juli als Vorband von JACK WHITE zu sehen sein.


Simon McBride - The Fighter

Belangloser Name, belangloser Albumtitel und ein belangloses Albumcover – SIMON MCBRIDEs viertes Studioalbum "The Fighter“ wirkt auf den ersten Blick wie ein kommerzielles Durchschnittsprodukt. Und doch verbirgt sich hinter dem unspektakulären Äußeren das Werk eines echten Alleskönners: Simon McBride, nordirisches "Wunderkind“ und verlässliches Tourmitglied der DEEP-PURPLE-Legenden Don Airey und Ian Gillan (und diesen Sommer auch Ersatz für Steve Morse), beweist auf "The Fighter“ einmal mehr, Meister seines Faches zu sein.


The Bros. Landreth - Come Morning

Beim Hören von "Come Morning“ steigt einem förmlich der Duft von frisch gebrühtem Kaffee in die Nase. Doch was nach sanfter Wohlfühlatmosphäre klingt, war für THE BROS. LANDRETH ein hartes Stück Arbeit. Nach Jahren des Tourens erschöpft und ausgelaugt, stellt "Come Morning“ das Resultat eines erzwungenen Rückzugs ins Studio dar. Song für Song, Instrument für Instrument, Note für Note – THE BROS. LANDRETH haben den Songs während der Pandemie alle Zeit der Welt zum Gedeihen gelassen. Und dabei auch alte Wunden geöffnet.


Pure Reason Revolution - Above Cirrus

Krisen verändern nicht nur unsere Umwelt, sondern auch uns. Seien es existenzielle Krisen wie der Klimawandel oder Krieg, eine Viruspandemie oder emotional geprägte Brüche wie Trennung und Verlust – meist prägen uns diese Erfahrungen tiefer, als wir es uns vor ihrem Eintreten vorstellen konnten. PURE REASON REVOLUTION-Musiker Jon Courtney kann davon ein Lied singen. Der Frühgeburt seiner Tochter samt anhaltender Atembeschwerden (behandelt auf dem Album „Eupnea“) folgte die Coronapandemie und die Frage: Was befindet sich eigentlich "Above Cirrus“?


Jason Aldean - Georgia

Nur wenige Monate nach der Veröffentlichung von "Macon“ lässt der amerikanische Country-Superstar JASON ALDEAN mit "Georgia“ den zweiten Teil seines Doppelalbums "Macon, Georgia“ folgen. Und wie auch schon auf dem Vorgänger tummeln sich auch auf "Georgia“ nicht nur ganze zehn neue Stücke, sondern auch Live-Aufnahmen älteren Materials. Wer nicht genau hinschaut, könnte "Georgia“ dementsprechend fast als eine 1:1-Kopie von "Macon“ betrachten – sowohl äußerlich als auch musikalisch.


Siberian Meat Grinder - Join The Bear Cult

Die Frage nach dem Umgang mit der russischen Invasion in der Ukraine beschäftigt nicht nur Medien und Politik, sondern selbstverständlich auch die Musikindustrie. Labels bieten ukrainischen Künstler:innen in ihren Räumen Unterschlupf, während Bands aus Russland sich mit ihrem Verhältnis zum Kreml und Putin auseinandersetzen müssen. SIBERIAN MEAT GRINDER haben dies schon am 04. März in einem auf ihrer Facebookseite veröffentlichten Statement getan – soweit jedenfalls, wie es die jüngste Gesetzgebung eben zulässt.


Monuments - In Stasis

Mit "In Stasis“ steuert die britische Metalformation MONUMENTS anno 2022 in gänzlich neue Fahrwasser. Nicht nur dreht sich das Besetzungskarrussel mit dem Mikrofonwechsel von Chris Barretto zu Andy Cizek (MAKARI) munter weiter, auch im Songwriting traut sich das Quartett auf unbeschrittenen Pfaden zu wandeln. Statt noch wie auf dem Vorgänger "Phronesis“ Gesangslinien nachträglich in die fertigen Kompositionen zu integrieren, gestaltete sich der Prozess mit der Zunahme Cizeks offener und organischer.


Joe Satriani - The Elephants Of Mars

Instrumentalmusik will gelernt sein – insbesondere dann, wenn sie sich maßgeblich aus E-Gitarren-Virtuosität zusammensetzt. Schließlich sind nicht zuletzt Rock- und Metalgitarristen nicht gerade dafür bekannt, mit ihrem Spiel den feinen Grat zwischen Songdienlichkeit und technischem Anspruch zu treffen. Eine hervorzuhebende Ausnahme stellt seit jeher der amerikanische Gitarrist JOE SATRIANI dar, der mit seinem neuen Album "The Elephants Of Mars“ einmal mehr zeigen will, dass Gitarrenalben eben mehr sind als nur übersteuerte Fingerakrobatik.


Architects - For Those That Wish To Exist At Abbey Road

Etwas zu kopieren ist meist die größtmögliche Form des Kompliments. Wer auch immer auf die Idee kam, Rock- bzw. Metalmusik mit Orchesterunterstützung aufzuführen, darf sich dementsprechend selbst auf die Schulter klopfen. Schließlich hat sich die eigentlich ganz originelle Idee wie ein Brandfeuer verbreitet und zählt inzwischen mehr oder weniger zum industriellen Standard.


Xanvala - Tsuki To Taiyō

Musik spielt wie auch andere kulturelle Güter mit Konventionen und bekannten Stilistiken, welche sich durch die verschiedenen Spielarten ziehen und beständig durch neue Ideen ergänzt und rekonfiguriert werden. Aus dieser Neuinterpretation des Altbekannten ziehen nicht zuletzt auch Richtungen wie der Rock oder der Metal ihren ganz eigenen Reiz. Doch wie steht es mit Alben und Bands, die sich nicht um frischen Wind, sondern nur um die Rekombination alter Versatzstücke bemühen? XANVALAs erstes Album "Tsuki to taiyō“ macht es vor.


Ghost - Impera

Über GHOST als bloße Musikgruppe zu sprechen, wird dem Reiz der Schweden nicht gerecht. Zwischen unzähligen Veröffentlichungen, extravaganten Bühnenshows und einer einzigartigen Promotion hat Tobias Forge sein Herzensprojekt zu einer Entertainment-Maschinerie allererster Güte entwickelt. Doch während die hohe Kunst des Marketings auch von anderen Rock-Acts wie SABATON und POWERWOLF beherrscht wird, verlieren GHOST das Wesentliche nie aus dem Blick: die Musik.


Marillion - An Hour Before It's Dark

Klimakrise, Pandemie und soziale Verwerfungen – das Zeitgeschehen der letzten Monate und Jahre bietet genug Stoff für gleich mehrere Hollywood-Verfilmungen. Und dann beginnt plötzlich ein Krieg in der Ukraine. Erschreckend, schockierend und doch irgendwie symptomatisch für die dritte Dekade des 21. Jahrhunderts. Angesichts dessen bekommt der Albumtitel des zwanzigsten MARILLION-Albums "An Hour Before It‘s Dark“ eine fast schon unheilverkündende Note. Und trotzdem macht sich nach dem Hören ein fast wohliges Gefühl der Hoffnung breit.


Annihilator - Metal II (Reissue)

Schon bei seiner Veröffentlichung 2007 glich das zwölfte ANNIHILATOR-Album "Metal“ einem Schaulaufen der Szenegrößen. Da tummelte sich der Gesang von Ex-Sänger Dave Padden zwischen Gitarrenlinien von Alexi Laiho (Ex-CHILDREN OF BODOM), Willie Adler (LAMB OF GOD), Jeff Loomis und Michael Amott (ARCH ENEMY), während auch Angela Gossow (Ex-ARCH ENEMY) und DANKO JONES zum Mikrofon greifen durften. Und dennoch konnten die Kanadier um Fronter Jeff Waters die Messlatte mit der Neuauflage "Metal II“ noch einmal nach oben verschieben.


Amorphis - Halo

AMORPHIS zählen zu der seltenen Gattung von Bands, welche mit wachsendem Alter reift wie ein guter Wein. Mal härter, mal progressiver und manchmal auch erstaunlich hymnisch zählt das finnische Sextett spätestens seit dem 2006er-Output "Eclipse“ zu den Stammgästen in den höheren Bewertungsgefilden der Kritiker:innen. Auch das 14. Studioalbum "Halo“, welches beim jüngst von Nuclear Blast abgespaltenen Indie-Label Atomic Fire Records veröffentlicht wurde, dürfte an dieser Stelle keine Ausnahme darstellen.


Wovenhand - Silver Sash

Musikalische Chimären gibt es unzählige, aber nur eine einzige versprüht diesen ganz besonderen düster-biblischen Charme: WOVENHAND. Das 2001 von 16 HORSEPOWER-Fronter David Eugene Edwards gegründete "Alternative Country“-Projekt zieht seine Faszination nämlich nicht aus ihrem fast unendlichen Repertoire musikalischer Einflüsse, sondern aus dem christlichen Glauben seines Fronters. So kommt auch das neue Album "Silver Sash“ unvergleichlich düster daher und bietet Goth-Americana vom Feinsten.


The Ghost Inside - Rise From The Ashes: Live At The Shrine

„Los Angeles, we‘re back!“ – mit diesen Worten eröffnete THE GHOST INSIDE-Sänger Jonathan Vigil 2019 die große Comeback-Show des Quintetts auf dem Parkplatz vor dem legendären The Shrine in Los Angeles. 1.333 Tage nach dem fatalen Autounfall, der nicht nur zwei Menschen das Leben, sondern auch TGI-Drummer Andrew Tkaczyk ein Bein kostete und Vigil selbst das Rückgrat brach, standen die US-Amerikaner endlich wieder auf einer Bühne. Epitaph Records würdigt die mit 8.000 Zuschauern ausverkaufte Show nun endlich auch mit einem physischen Release.


Blackmore's Night - Winter Carols (2CD)

Weihnachtsalben zählen zweifelsohne zu der sonderbaren Gattung von musikalischen Veröffentlichungen, die zwar allseits belächelt, aber dennoch in Unmengen verkauft werden. Und auch die Zahl der Künstler:innen, welche sich mindestens einmal in ihrer Karriere an einem Weihnachtssong probiert haben, steigt stetig an. Keine Ausnahme bilden da Ex-DEEP-PURPLE-Gitarrist Ritchie Blackmore und seine Frau Candice Night – mit "Winter Carols“ war schon 2006 das große Weihnachtsalbum des gemeinsamen Projektes BLACKMORE‘S NIGHT erstmals erschienen.


Jason Aldean - Macon

Macon, gelegen im US-Bundestaat Georgia, ist nicht nur für seine Textilindustrie bekannt, sondern seit den 60er und 70er Jahren auch als Hotspot für Southern Rock und Country-Musik. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Großstadt im Südosten der USA nicht nur Künstler:innen wie RANDY CRAWFORD, LITTLE RICHARD oder THE ALLMAN BROTHERS BAND entspringen, sondern auch der aktuelle Country-Überflieger JASON ALDEAN. Dieser widmet sich mit seinem neuen Doppelalbum "Macon, Georgia“ nun dem Andenken seiner Heimatstadt.