Trinacria - Travel Now Journey Infinitely


Review

Stil (Spielzeit): Black Metal (47:11)
Label/Vertrieb (VÖ): Indie Recordings / Soulfood (16.5.2008)
Bewertung: Überzeugend. [8/10]
Link: http://www.myspace.com/trinacriamusic

Das Heptagramm aus Norwegen, das zunächst im Rahmen einer Auftragsarbeit zusammengefunden hatte, hat nun sein erstes Album herbeigerufen, in dem es sein Talent weder verstecken noch überzogen ins Rampenlicht zieht.

Einfacher, urtürmlicher Black Metal wird von dicken Wolken aus Noise umschwebt und umhüllt. Diese winden sich in irren Kreisen turbulent um die kaum verzerrten Gitarren und zügigen Schlagzeugrhythmen.
Die Stimme erzählt eisig oder krächzt rabengleich aus dem Nirgendwo. Beeindruckende Landschaften ziehen an meinem inneren Auge vorbei. Sanft klingt die Lärmwolke zu einem hypnotisierenden, leisen Gitarrenspiel aus.
Unter anziehendem Tempo offenbaren sich mitreißende Rhythmen, die von pulsierenden Lärmattacken gestützt und von einer authentisch bösen Stimme begleitet werden.
Ganz gleich wie einfach das Album zunächst erscheinen mag, es ist immer noch das ein oder andere Ass im Ärmel der Beschwörerkutte versteckt: Lange und dröhnenende Doom-Passagen oder Sludge-Ausflüge werden von sphärischen Frauengesängen überboten, die mich in einer solchen Spielart selten so sehr überzeugt haben.

Nach den sechs überlangen Stücken haben mich die sieben Künstler überzeugt. „Travel Now Journey Infinitely" ist ein erstklassiges Album, das Vielschichtigkeit, Geradlinigkeit, Schönheit und Dunkelheit harmonisch vereint.

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