Frost - Nefarius


Review


Stil (Spielzeit): Blackmetal (36:55)
Label/Vertrieb (VÖ): Ulterior Productions (03.03.2007)
Bewertung: 5,5/10
Link: http://www.frost666.de

Nein, Kjetil „Frost“ Haraldstad (u.a. SATYRICON, 1349) befindet sich nicht auf Solopfaden. Bei der Band FROST handelt es sich um eine deutsche Truppe aus der Nähe von Hamburg. Das Dreigestirn Damian (Vocals & Gitarre), Volker (Bass) and Timo (Drums) werkelt bereits seit 1994 ohne jegliche Besetzungswechsel im Underground. 

Traditionell ist man auch bei der Ausgestaltung des sechsten Releases "Nefarius". Auf unnötiges Tamtam wird komplett verzichtet. In oldschooliger Blackmetalmanier keift es Gift und Galle. Das "Standard" Blackmetalriffing wird rhythmisch interessant in Szene gesetzt. Breaks und hypnotisch verquere Riffs sorgen dafür, dass FROST im Ohr hängen bleiben. 
Das Ganze erinnert mich dann aber auch an die Griechen von NAER MATARON. Und hier sind wir insgesamt schon beim Problem der Scheibe. Die Norddeutschen spielen ihren Blackmetal solide und souverän. Eine wirkliche Abgrenzung zu anderen Bands des Genres fällt hingegen schwer. Dass man auch gerne mal ein Ohr beim "großen" Bruder Frost  riskiert, zeigt der Song "Beast Inside". Dort erinnert mich ein Gitarrenriff am Anfang an SATYRICONS "Fuel for Hatred". Insgesamt lassen sich die neun Songs, welche meist im angezogenem Midtempo daherkommen, gut konsumieren. Wirklich frostig ist es mir aber nicht geworden, dafür rocken FROST dann doch zu gerne.

Fazit: "Nefarius" ist ein gutes Album. Wer allerdings den Schrank schon mit Blackmetalplatten voll stehen hat, wird hier nichts großartig Neues finden. Dafür gibt's Altbewährtes gut umgesetzt im angemessenem Soundgewand.