Donnerstag, 11 Juni 2026 19:47

Tombal - Grave Of The Damned (EP)

Tombal - Grave Of The Damned (EP)
    Death Metal

    Label: Blood Harvest Records
    VÖ: 12. Juni 2026
    Bewertung:6/10

    Tombal bei Bandcamp


Die Nachrichten.
Jede Woche kommt in Europa eine neue Droge auf den Markt. Meistens handelt es sich laut dem aktuellen europäischem Drogenbericht um modifizierte Versionen bereits bekannter Substanzen. Besonders dreist geht laut dem Bericht die Death-Metal-Szene vor, die aktuell mit einer neuen Version der bereits seit den 90ern bekannten Droge HM-2 auf den Schwarzmarkt drängt. In der Szene ist der neue Stoff unter dem Namen TOMBAL bekannt.

Ich sag's wie es ist: Für einen Abhängigen wie mich ist das scheißegal. Ich schraube mir das Zeug rein, Hauptsache, es wirkt. Und das tut es. TOMBAL ist ein erst 2025 in Italien gegründetes Trio, das mit "Grave Of The Damned" seine Debüt-EP veröffentlicht. Dass das Ding in so kurzer Zeit bei einem Label unterkommen ist, spricht für sich und die Qualität der Scheibe, die alles macht, was einen Oldschool-Schweden-Death-Suchti zum Zappeln bringt.

Heißt natürlich auch, dass auf den vier Songs plus Intro, die TOMBAL hier vorlegen, nix Überraschendes passiert. Im Gegensatz zu anderen chemischen Substanzen handelt es sich also nicht um fieses Zeug mit unberechenbarer Wirkung - nein, man weiß sehr genau, was einen erwartet. Aber der Sound sägt authentisch, die Drums scheppern wüst groovend nach vorne und die Growls klingen wie von einer frisch exhumierten Leiche. Was noch fehlt, sind wirklich erinnerungswürdige Riffs, denn kaum ist der Bums durchgelaufen, weiß man schon nicht mehr, was am Anfang war.

Das ändert aber nichts daran, dass "Grave Of The Damned" Spaß macht und ich mir den Namen TOMBAL merke - da wird sicher noch was Gutes kommen in den nächsten Jahren. Und bis dahin ist es nicht ausgeschlossen, dass ich mir die Debüt-EP hie und da mit zitternden Augenlidern in den Körper jagen werde. Ich kann aber jederzeit damit aufhören!!

Helge

Death Metal, Thrash Metal, Black Metal: immer gerne. Kann ich den ganzen Tag hören. Die störrische Art, unpolitisch sein zu wollen, nervt mich aber an der Metalszene – dabei ist doch alles politisch, auch Schweigen. Für Musik mit Haltung zieht es mich immer wieder zum Punk, vor allem zu melodischem US-Punk und Riot-Grrrl-Sound. Gleichzeitig habe ich einen sweet spot für 80er-Hair-Metal und für vieles, was mich in den 90ern musikalisch sozialisiert hat.

Bands

Amorphis, Amyl And The Sniffers, Bad Religion, Brutus, Cinderella, Dool, Entombed, Gggolddd, Gorefest, Grave, Guns n' Roses, Hail Spirit Noir, Iron Maiden, King Buffalo, Megadeth, Mötley Crüe, My Dying Bride, Obituary, Prong, Sodom, Solbrud, Spectral Wound, The Great Old Ones, Valborg, War On Women, White Ward, ZZ Top, ...

Prägende Alben

AC/DC - Let There Be Rock
Aerosmith - live! Bootleg
Amorphis - Tales From The Thousand Lakes
Bad Religion - Suffer
Benediction - Transcend The Rubicon
Bruce Springsteen - Nebraska
Death - The Sound Of Perseverance
Don Dokken - Up From The Ashes
Eloy - Inside
Genesis - Trespass
Grave - You'll Never See
Guns n' Roses - Use Your Illusion I & II
Kyuss - Welcome To Sky Valley
Megadeth - Rust In Peace
My Dying Bride - The Angel And The Dark River
Ramones - Loco live
Sepultura - Arise
Sodom - Agent Orange
Tankard - Two-faced
Tool - Aenima
...

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