Ich sag's wie es ist: Für einen Abhängigen wie mich ist das scheißegal. Ich schraube mir das Zeug rein, Hauptsache, es wirkt. Und das tut es. TOMBAL ist ein erst 2025 in Italien gegründetes Trio, das mit "Grave Of The Damned" seine Debüt-EP veröffentlicht. Dass das Ding in so kurzer Zeit bei einem Label unterkommen ist, spricht für sich und die Qualität der Scheibe, die alles macht, was einen Oldschool-Schweden-Death-Suchti zum Zappeln bringt.
Heißt natürlich auch, dass auf den vier Songs plus Intro, die TOMBAL hier vorlegen, nix Überraschendes passiert. Im Gegensatz zu anderen chemischen Substanzen handelt es sich also nicht um fieses Zeug mit unberechenbarer Wirkung - nein, man weiß sehr genau, was einen erwartet. Aber der Sound sägt authentisch, die Drums scheppern wüst groovend nach vorne und die Growls klingen wie von einer frisch exhumierten Leiche. Was noch fehlt, sind wirklich erinnerungswürdige Riffs, denn kaum ist der Bums durchgelaufen, weiß man schon nicht mehr, was am Anfang war.
Das ändert aber nichts daran, dass "Grave Of The Damned" Spaß macht und ich mir den Namen TOMBAL merke - da wird sicher noch was Gutes kommen in den nächsten Jahren. Und bis dahin ist es nicht ausgeschlossen, dass ich mir die Debüt-EP hie und da mit zitternden Augenlidern in den Körper jagen werde. Ich kann aber jederzeit damit aufhören!!
