Helge
Death Metal, Thrash Metal, Black Metal: immer gerne. Kann ich den ganzen Tag hören. Die störrische Art, unpolitisch sein zu wollen, nervt mich aber an der Metalszene – dabei ist doch alles politisch, auch Schweigen. Für Musik mit Haltung zieht es mich immer wieder zum Punk, vor allem zu melodischem US-Punk und Riot-Grrrl-Sound. Gleichzeitig habe ich einen sweet spot für 80er-Hair-Metal und für vieles, was mich in den 90ern musikalisch sozialisiert hat.
Bands
Amorphis, Amyl And The Sniffers, Bad Religion, Brutus, Cinderella, Dool, Entombed, Gggolddd, Gorefest, Grave, Guns n' Roses, Hail Spirit Noir, Iron Maiden, King Buffalo, Megadeth, Mötley Crüe, My Dying Bride, Obituary, Prong, Sodom, Solbrud, Spectral Wound, The Great Old Ones, Valborg, War On Women, White Ward, ZZ Top, ...
Prägende Alben
AC/DC - Let There Be Rock
Aerosmith - live! Bootleg
Amorphis - Tales From The Thousand Lakes
Bad Religion - Suffer
Benediction - Transcend The Rubicon
Bruce Springsteen - Nebraska
Death - The Sound Of Perseverance
Don Dokken - Up From The Ashes
Eloy - Inside
Genesis - Trespass
Grave - You'll Never See
Guns n' Roses - Use Your Illusion I & II
Kyuss - Welcome To Sky Valley
Megadeth - Rust In Peace
My Dying Bride - The Angel And The Dark River
Ramones - Loco live
Sepultura - Arise
Sodom - Agent Orange
Tankard - Two-faced
Tool - Aenima
...
Eins muss man FATAL VISION lassen: Den Sound der späten 70er, frühen 80er reproduzieren sie ganz hervorragend. Die epischen Keyboard- und Gitarrenleads, die catchy Melodien zu dramatischem Piano, der mehrstimmige Background-Gesang ... Das klingt auf dem vierten Album der mir bisher unbekannten kanadischen Band doch ziemlich authentisch nach BOSTON, JOURNEY und Co. Dass das Coverartwork von "Four Sides To Every Story" sehr laut "80er Jahre!" schreit, rundet das Paket ab – zumindest auf den ersten Blick.
Wer auf den Grunge der späten 90er steht, sollte ANTIROPE mal antesten: Die Münchner Band klingt hart nach Depri-Zeug à la ALICE IN CHAINS und SOUNDGARDEN, die sich seinerzeit ja auch ganz ordentlich bei BLACK SABBATH bedient haben. Doomig, dunkel, schleppend, heavy ist das neue, dritte Album "Bring Me To Zero".
Rogga Johannson ist wohl einer der produktivsten Menschen im Death Metal – und nun gibt's mit "As Mankind Rots" das 14. Album seiner Band PAGANIZER, die er neben unzähligen weiteren Projekten am Laufen hält. Im Vergleich zum Vorgänger "Flesh Requiem" hat Johansson den Wikinger-Faktor auf Null zurückgefahren.
Man kennt es: Da will man mal wieder richtig geilen brasilianischen Oldschool-Thrash hören, und ausgerechnet diese zwei SEPULTURA-Scheiben sind unauffindbar. DEATHRAISER sorgen für Abhilfe, denn deren neues Album "Forged In Hatred" ist mit zwei Stichworten hinreichend beschrieben: "Arise" und "Beneath The Remains".
OUTBURST beziehen sich auf eine Zeit, als Thrash noch Speed und Metal noch gefährlich war. Mit "Devouring The Masses" haben die Jungs aus Flensburg dieses Jahr ihr Debütalbum veröffentlicht. Mehr 80er geht nicht – allein das liebevoll unperfekte Coverartwork zeigt, in welcher Zeitrechnung die Band unterwegs ist. Hier wird definitiv noch mit D-Mark bezahlt!
BA'AL geben auf ihrem neuen Album "The Fine Line Between Heaven And Here" eine Vollbedienung der Post-Metal-Elemente: heftige Screams, brutale Growls. Breakdowns mit bedrohlichen Tremolo-Gitarren. Endlose Steigerungen. Plötzliche Brüche. Epische Leads über Double-Bass-Geratter. Liebliche Melodien. Ruhige Clean-Parts, die jäh von Feedbacks und Blasts beendet werden. Und das alles auf 10, 12, 14 Minuten Songlänge.
Ich gebe zu: Ich bin abgestumpft. In den letzten Jahren sind so viele große Musiker:innen gestorben, und für sehr viel mehr als ein Schulterzucken hat's bei mir meistens nicht gereicht. Der eine war Alkoholiker. Die andere alt. Und einige waren schon immer so weird, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis es passiert. OZZY OSBOURNE war all das, bis ins Extrem. Und trotzdem macht sein Tod mich sehr betroffen.
Während ich noch nicht recht wusste, was ich vom neuen SODOM-Album halten soll, lief mir was anderes über den Weg. Wer jede rostige Saite des deutschen Undergrounds kennt, mag jetzt kopfschüttelnd nach links wischen. Alle anderen machen sich bitte bereit für den geilsten Tipp des Jahres und bedanken sich später.
1977 war die Prog-Rock-Band GENTLE GIANT nicht nur auf dem Zenit ihres Erfolgs, sondern auch durch intensives Touren astrein aufeinander eingespielt. Der perfekte Zeitpunkt also, ein Livealbum aufzunehmen – und es den anderen Größen des Prog nachzumachen. Denn schließlich hatten GENESIS, YES und Co. bereits sehr erfolgreiche Live-Alben unter die Leute gebracht. So erschien damals "Playing The Fool: The Official Live" das jetzt, fast ein halbes Jahrhundert später, in einem umfassenden Re-Issue wieder zu haben ist.
