Montag, 12 Oktober 2026 18:49

Wharflurch - "Mycodeath And Rebirth In The Outer Clusters"

Wharflurch - "Mycodeath And Rebirth In The Outer Clusters"
    Death /Doom Metal

    Label: Personal Records / Gurgling Gore / Dawnbreed
    VÖ: 25. September 2026
    Bewertung:7/10

    Wharflurch bei Bandcamp


WHARFLURCH erzählen die Geschichte ihres letzten Albums weiter: eine Sci-Fi-Story, in der Myzel-Entitäten heimlich das Universum beherrschen und Planeten mit Pilzsporen impfen, um Lebewesen nach ihrem Gusto zu gestalten. Um das musikalisch rüberzubringen, impft die Band aus Florida sumpfigen Death Metal mit psychedelischen Elektronika. Das Ergebnis ist das zweite Album "Mycodeath And Rebirth In The Outer Clusters".

Man hört zwar, dass WHARFLURCH der Ursuppe des Florida-Death-Metal entsprungen sind, aber sie mixen doomige Passagen und vereinzelt epische Leads mit rein, sodass der Sprung vom Sumpf in den Weltraum glaubhaft ist. Die elektronischen Parts verbinden die Songs mit flickernden Sounds, die klingen wie blinkende Sterne im kalten All.

"Mycodeath And Rebirth In The Outer Clusters" ist schwer zu fassen, denn das Album springt: von vertrackten, abgehackten Parts, die an MORBID ANGEL erinnern, zu Grooves, die auch Ende der 80er aus Schweden hätten stammen können. Von cleanen, psychedelischen Passagen über Doom zu Blastbeat-Raserei. Und dazu verwaschen klingende, tiefe Growls - die übrigens aus mehreren Kehlen stammen und verschiedene Protagonisten der Story repräsentieren.

Dennoch schnüren WHARFLURCH das alles zu einem konsistent klingenden Ganzen, das übrigens auch ohne die Geschichte, die erzählt wird, funktioniert. Und so ziehen sie ihre Hörer:innen in den Abgrund zwischen den Sternen, in dem die Pilz-Lords wandern... Ein kompliziertes, aber auch faszinierendes Album - nicht zuletzt deshalb, weil es einem starren Genre neue Facetten verpasst.

Helge

Death Metal, Thrash Metal, Black Metal: immer gerne. Kann ich den ganzen Tag hören. Die störrische Art, unpolitisch sein zu wollen, nervt mich aber an der Metalszene – dabei ist doch alles politisch, auch Schweigen. Für Musik mit Haltung zieht es mich immer wieder zum Punk, vor allem zu melodischem US-Punk und Riot-Grrrl-Sound. Gleichzeitig habe ich einen sweet spot für 80er-Hair-Metal und für vieles, was mich in den 90ern musikalisch sozialisiert hat.

Bands

Amorphis, Amyl And The Sniffers, Bad Religion, Brutus, Cinderella, Dool, Entombed, Gggolddd, Gorefest, Grave, Guns n' Roses, Hail Spirit Noir, Iron Maiden, King Buffalo, Megadeth, Mötley Crüe, My Dying Bride, Obituary, Prong, Sodom, Solbrud, Spectral Wound, The Great Old Ones, Valborg, War On Women, White Ward, ZZ Top, ...

Prägende Alben

AC/DC - Let There Be Rock
Aerosmith - live! Bootleg
Amorphis - Tales From The Thousand Lakes
Bad Religion - Suffer
Benediction - Transcend The Rubicon
Bruce Springsteen - Nebraska
Death - The Sound Of Perseverance
Don Dokken - Up From The Ashes
Eloy - Inside
Genesis - Trespass
Grave - You'll Never See
Guns n' Roses - Use Your Illusion I & II
Kyuss - Welcome To Sky Valley
Megadeth - Rust In Peace
My Dying Bride - The Angel And The Dark River
Ramones - Loco live
Sepultura - Arise
Sodom - Agent Orange
Tankard - Two-faced
Tool - Aenima
...

Mehr Death Metal Reviews