Man hört zwar, dass WHARFLURCH der Ursuppe des Florida-Death-Metal entsprungen sind, aber sie mixen doomige Passagen und vereinzelt epische Leads mit rein, sodass der Sprung vom Sumpf in den Weltraum glaubhaft ist. Die elektronischen Parts verbinden die Songs mit flickernden Sounds, die klingen wie blinkende Sterne im kalten All.
"Mycodeath And Rebirth In The Outer Clusters" ist schwer zu fassen, denn das Album springt: von vertrackten, abgehackten Parts, die an MORBID ANGEL erinnern, zu Grooves, die auch Ende der 80er aus Schweden hätten stammen können. Von cleanen, psychedelischen Passagen über Doom zu Blastbeat-Raserei. Und dazu verwaschen klingende, tiefe Growls - die übrigens aus mehreren Kehlen stammen und verschiedene Protagonisten der Story repräsentieren.
Dennoch schnüren WHARFLURCH das alles zu einem konsistent klingenden Ganzen, das übrigens auch ohne die Geschichte, die erzählt wird, funktioniert. Und so ziehen sie ihre Hörer:innen in den Abgrund zwischen den Sternen, in dem die Pilz-Lords wandern... Ein kompliziertes, aber auch faszinierendes Album - nicht zuletzt deshalb, weil es einem starren Genre neue Facetten verpasst.