Ars Moriendi - Journey To Your Agony


Review


Stil (Spielzeit): melodic Death/Thrash/Core (37:19)
Label/Vertrieb (VÖ): Noisehead Records / Rebeat (07.12.2006)
Bewertung: 6/10
Link: http://www.ars-moriendi.com/

Die Österreicher ARS MORIENDI legten bereits im Dezember 2006 ihr Labeldebüt auf dem jungen Label Noisehead Records vor. Schon seit 1998 beackern die Grazer den Underground und brachten so das ein oder andere Undergroundrelease an den Mann. Auf "Journey To Your Agony" setzt man nun auf gänzlich neues frisches Material. 

Nach einem spacigen Intro geht die Reise los. Death/Thrash Geballere knallt einem in "Shot You Down" vor den Latz. Die Vocals bilden eine Mischung aus Deathmetalgrowls und Hardcoreshouts. Entsprechend modern angehaucht kommt die Mischung auch daher. Orchestrale Samples und ruhigere instrumentale Stellen sorgen für Glanzpunkte und ein Herausstechen aus der Masse an Bands in diesem Bereich. Minimal gedrosselt geht es griffig in "Hate and Pain" weiter. Neben bewährten "Standardriffing" streut die Gitarrenfraktion gute Ideen ein. Im Verlauf der Platte werden ARS MORIENDI experimentierfreudiger. So im Song "My Worst Enemy". Ein an Blumen und Wiesen erinnerndes Orchesterzwischenspiel wird im nächsten Moment wieder zerpflügt. Hier ein Wah- Wah- und schon gehts wieder in die Death/Hardcoreschiene. Wo experimentiert wird lassen, sich auch mal verquere Töne vernehmen. So nervt mich das simpel gestrickte Gitarrenriff im Track "Fears".  Im letzten Drittel des Albums werden die Österreicher wieder etwas straighter. Stets auf Abwechslung bedacht, geht es nun wieder mehr nach vorne. Mehr Experimentierfreude bei den Vocals hätte hier nicht geschadet, da diese im Gegensatz zum Instrumentalem, etwas eintönig werden. Im letzten Song "The Journey Ends" wird dann mein Wunsch erfüllt und die cleane Stimme ausgepackt. Schade, dass dieser Song nach gefühlter Halbzeit und zwei Minuten schon Zuende ist.

Fazit: ARS MORIENDI legen großen Wert darauf neues auszuprobieren. Dies ist auch vollkommen richtig. Hier und da hakt es dann aber noch ein klein wenig. Wenn zum instrumentellen Abwechslungsreichtum nun noch mehr Mut zur Veränderung in den Vocals hinzukommt, kann man einen weiteren Schritt nach vorne machen. Ein gelungener Start mit überwiegend überzeugenden Songs ist getan.

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