Mothernight - s/t




Stil (Spielzeit): Mix aus Rock/Metal/Gothic  (69:08)

Label/Vertrieb (VÖ): Locomotive Records / Soulfood Music (27.04.07)

Bewertung: 6/10

Link: http://www.myspace.com/mothernightprofile

MOTHERNIGHT wurden im Jahre 2000 von Gitarrist Deimos und Bassist / Produzent Gabriel in Warschau/ Polen gegründet. Ziel dieses, zuerst als Projekt ins Leben gerufene Duo, war es, eine Mischung aus Wave, Gothic und Metal zu kreieren. 
Leider entwickelte die Suche nach geeigneten und enthusiastischen Mitstreitern als äußerst schwierig, und so dauerte es bis 2003, ehe sich mit Drummer Berith ein drittes Mitglied diesem Projekt anschloss, und aus MOTHERNIGHT eine Band werden ließ. Zu diesem Zeitpunkt waren schon einige Songs mit Hilfe von Sessionmusikern fertig gestellt. 
2004 vervollständigte die junge polnische Sängerin Freya das Line up, und endlich konnten MOTHERNIGHT richtig durchstarten, und ihr erstes Album einspielen, das unter anderem eine Coverversion des Shakespeare’s Sister Titel „Hello, Turn Your Radio On“ enthielt, und durchweg gute Kritiken erhielt. 

Das von der Band selbst produzierte Album konnte auf der Suche nach einem geeigneten Label die Vertreter von LOCOMOTIVE RECORDS begeistern, und so wurde Ende 2006 der erste Plattenvertrag unterzeichnet. 
Das selbstbetitelte Debüt enthält zwölf Tracks, die von der Teils düsteren Atmosphäre, der deftigen Gitarrenarbeit, sowie der tollen Stimme von Freya leben. 
Die angepeilte Mischung aus Wave, Gothic und Metalsounds geht voll auf, und die zum größten Teil mit einem sehr schleppenden Grundrhythmus versehende Tracks Songs kommen richtig gut. 
Einziges Manko für mich stellt die Tatsache dar, dass die Songs alle nach dem, mehr oder weniger selben Grundprinzip gestrickt sind, und sich von daher schnell eine gewisse Eintönigkeit breit macht. 
Erst gegen Ende des Albums verlassen MOTHERNIGHT mit „Don’t Wanna Listen“ und „Infect Your Soul“ ihren bis dahin sehr gerade Weg, und geben richtig Gas. 
Und hier gefallen sie mir auch tatsächlich am besten, da vor allem die aggressiveren Vocals von Freya mächtig abgehen. 

Anspieltipps sind daher neben diesen beiden schnelleren Songs das sehr atmosphärische „Shadowsblack“, und der Rocker „Illumination“. 

Fazit: Für ein Debüt schon sehr beeindruckend, wobei ein bisschen mehr Abwechslung dem Album mit Sicherheit gut getan hätte. Und wenn man schon versucht, mehrere unterschiedliche Stile zu vereinen, sollte gerade dieser Aspekt ein Trademark darstellen. Besonders fällt der tolle Gesang von Freya auf, die sehr variabel von düster, melancholisch bis wuchtig, aggressiv alle Facette drauf hat, und dadurch den Songs mehr oder weniger ihren Stempel aufdrückt.

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