P.O.D. - Greatest Hits - The Atlantic Years


Review

Stil (Spielzeit): Crossover

Label/Vertrieb (VÖ): Atlantic/Warner (17.11.06)

Bewertung: Greatest Hits (-/-)

Link: www.payableondeath.com
www.myspace.com/payableondeath

 
Mehr als 7 Millionen verkaufte Alben, ausverkaufte Tourneen in aller Welt und mehrfach-Platin-Auszeichnungen – aber vor allem eins: Hits en masse. P.O.D. haben all das erreicht, ohne ihr Gesicht für MTV-Formate zu verlieren oder im Niedergang des Nu Metal mitgerissen zu werden. Das letzte Album „Testify“ war eine überraschende Glanzleistung, die ich so von den Southtown-Boys nicht mehr erwartet hätte und schlug sogar in den USA auf Platz 1 in die Billboard Top-200 ein. In Deutschland ist die Fantreue zwar stark zurückgegangen, aber das macht ja die Musik nicht schlechter. Jetzt nach fünf Studioalben und den beiden EPs „The Warriors 1 & 2“ halten P.O.D. Rückschau und legen eine essenzielle Sammlung ihres Werkes vor.
Neben allen bekannten Singles, von denen keine ausgelassen wurden, zusätzlichen Smashern vom jeweiligen Album, „Sleeping Awake“ vom Matrix-Soundtrack und „If It Wasn’t For You“ von der „Warriors 2“-EP, wird diese „Greatest Hits“ von zwei brandneuen Tracks aufgwertet. Nämlich „Here We Go“ und „Going In Blind“, von denen letztere auch als Single erscheinen wird.  „Here We Go“ ist ein für P.O.D.-Verhältnisse ziemlich trockener, unspektakulärer Riffrocker, der dennoch mit packend-melodischer Hook um die Ecke blinzelt. „Going Blind“ ist da schon eher der Wohltu-Hit, den man von der Christen-Band kennt. Außerdem enthält "Greatest Hits - The Atlantic Years" interassante Liner Notes von Mark Joseph, dem Autor von "Faith, God & Rock 'N' Roll", plus alles Texte zu allen Songs auf dieser Scheibe.
Klar steht auch über dieser Best-Of die Frage, wer braucht das, wer kauft das? Ich weiß es nicht genau, den Labels kostet das nix aber bei P.O.D. macht es sogar etwas Sinn. Denn bei so vielen Hits auf fünf verschiedenen Alben kommt man mit dem CD-Wechseln gar nicht hinterher. „The Atlantic Years“ spart Energie, die man besser zum Hörer dieser coolen Hits investiert – und doppelt zurückbekommt.

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