Bad Cop / Bad Cop - Not Sorry

Bad Cop / Bad Cop - Not Sorry
    Poppunk

    Label: Fat Wreck Chrods
    VÖ: 16.06.15
    Bewertung:5/10

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Fat Wreck hat mich mit Bands wie MASKED INTRUDER oder TEENAGE BOTTLEROCKET ja streckenweise richtig zum Poppunk-Fan gemacht. Und so habe ich erstmal Vertrauen bei den Sinings des Labels. Und BAD COP / BAD COP gehen auch genau in diese musikalische Richtung. Nur dass es eben Mädels sind.


Und ja, es ist absoluter Bubblegum-Poppunk, der von dem Quartett gezeigt wird. Ab und zu kommt ein wenig Dreck vor, meistens bestimmen aber vor allem die niedlichen Melodien und der Harmoniegesang der Damen, wo es lang geht. Man denkt an die oben genannten Bands und THE QUEERS, CHIXDIGGIT, DANCEHALL CRASHERS etc. – halt nur mit mehrstimmigem Frauengesang und Ohohos und Uhuhus. Einmal höre ich auch einen Kontrabass raus und viel klassisches Songwriting mit schmissigem Punksound.

Klingt soweit ja ganz vielversprechend und wirklich weh tut es auch nicht. Aber irgendwie ist genau das mein Problem mit BAD COP / BAD COP. Ich verstehe zwar, warum Fat Mike sich dahinter klemmt – schließlich ist der Popappeal gewaltig. Aber es kling so ... ja ... nett. „Not Sorry“ hat einige wirklich ganz passable Songs, wenn die Platte erstmal läuft, aber irgendwie wollen die nicht hängen bleiben. Und ab und zu gibt es Karies in den Ohren (die Ohohos bei „Joey Lawrence“ z.B.) und ich kann die Songs zwar schnell mitsummen, aber das geht mit Chartsmusik ja manchmal auch so.

An und für sich sind sie gar nicht mal so weit von MASKED INTRUDER entfernt: hoher Gesang, ab und zu sogar mal a capella, Poppunk und streckenweise witzige Texte. Aber während ich die Maskierten abfeiere, gehen BAD COP / BAD COP links rein und rechts raus. Ok der Halb-Reggae-Song „I'm Alright“ lässt mich aufhorchen, aber mir ist diese Platte (Debüt-Full-Length) einfach zu nett, zu geschliffen und zu harmlos, um mit den meisten anderen Veröffentlichungen des Labels mithalten zu können.

Kai