The Suicide Machines - War Profiteering Is Killing Us All


Review

Stil (Spielzeit): Hardcore/Punk/Ska (30:35)
Label/Vertrieb (VÖ): Sideonedummy/11pm-music (29.08.05)
Bewertung: 8/10
Link: http://www.suicide-machines.com

Die Hardcore/Ska-Punker gehen in die 5te Runde und sind so angepisst wie eh und je. 

Ok, die Welt ist seit ihrer letzten Platte „A match and some gasoline“ auch nicht wirklich besser geworden. Und das hört man den 4 Jungs aus den USA auch an. So wird hier vor allem über den Zustand ihres Heimatlandes gesungen, bzw. geschrien. Thematisch wird also ein Soundtrack zum Steine schmeißen kredenzt, der sich auf die Kriegshaltung, die Umweltzerstörung und den sich selbst links überholenden Kapitalismus der USA bezieht. Persönliche Themen werden auch erwähnt, stehen aber dennoch eher weniger im Mittelpunkt. Doch selbst in diesen Songs werden gesellschaftliche Zusammenhänge betrachtet („Junk“). 
Musikalisch sind sich die Suicide Machines treu geblieben: polternder 80er beeinflusster Hardcore mit einer guten Prise Punk (der ab und zu auch mal etwas poppiger sein darf) und immer wieder ein paar Ska-Tupfern, die das Tanzbein zucken lassen. Grade die kompromisslose Verbindung von Hardcore-Gebolze und tanzbaren Parts bringt immer wieder Spannung in die Songs. Am Ende der CD gibt es sogar einen leicht dubbig angehauchten Song dessen Basslauf wirklich Freude macht (weiterhören lohnt sich übrigens, da mir grade der Hidden Track sehr gut gefällt). Wenn die Jungs jetzt noch die ein oder andere Refrainmelodie weiter ausfeilen würden, könnten sie zu den Klassenbesten im Genre politischer Skapunk werden. 

Auch wenn die Songs nicht immer unbedingt durch filigrane Strukturen auffallen, macht diese Platte jede Menge Spaß und zeigt, dass politisch ambitionierter Ska wunderbar funktioniert und man auch mit wenigen Mitteln mitreißen kann. So ist der Energiepegel von „War Profiteering…“ fast durchgehend im roten Bereich und die Lyrics tun ihr übriges, um diesem Werk Gehör zu verschaffen. Das sehr gelungene Cover, welches einen Kreislauf zwischen Grabkreuzen und Bombern zeigt, rundet das Gesamterscheinungsbild geschmackvoll ab (ok, nur die kurze Spieldauer mindert das Vergnügen etwas).
Insgesamt gesehen möchte ich dieses Album mit seinen angepissten Texten in einer 100er Auflage dem Weißen Haus zur Verfügung stellen. Aber ich wette, die können weder pogen noch tanzen…