Ich persönlich kann nicht genau sagen, wie ich Grindcore gegenüberstehe. Zu viele Bands kann oder sollte man nicht ernst nehmen, und dann gibt es da auch noch diese extrem politischen Grindcorekapellen ... zu oft kann man Texte zweideutig sehen. Mir persönlich ist das manchmal zu kompliziert.
Neues Genre: Schlagergrindcore
Das Hannoveraner Sextett gehört definitiv zu den erstgenannten Ablegern dieses Genres. Manchmal möchte man meinen, die Band hat noch ein Subgenre kreiert, den Schlagergrindcore. Hier wird wirklich alles verwurstet, was die musikalische Landschaft so hergibt. Dabei sind die 25 Songs durchgehend kurz und knackig. Inhaltlich geht es um Bier, Party, Scheiße, Vorurteile – und immer wieder klingen sozialkritische Verweise durch.
Nachdem das letzte Album sehr experimentell war, wollten wir jetzt etwas machen, das GRINDFUCKERS pur ist. Im Prinzip haben wir unseren Style ja schon gefunden: Skurril, verspielt, aber gleichzeitig brutal und garniert mit viel Wortwitz und Zynismus.
– so beschreibt die Band selbst ihr neues Album, und dem habe ich nichts hinzuzufügen.
Kurz und knackig
Alles in allem liefern die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS mit ihrem neunten Album ein musikalisch extrem abwechslungsreiches Album ab. Grindcore mit verständlichen sozialkritischen sowie auch spaßigen deutschen Texten. Schnell, kompromisslos und irrsinnig. So darf Grindcore klingen.
Tracklist:
01. Schon falsch
02. Jetz is auch egal
03. Hauptsache kein Metal
04. Durst ist auch ein Gefühl
05. Die Hodenbrauerei zapft ab
06. Durchfall im Moshpit
07. Die Kids machen das richtig (feat. Der Zweite Mensch)
08. Sic transit gloria mundi
09. Kannst du mir mal das erklären
10. Einfach mal die Fresse halten (feat. Alf Ator & Tim Tom)
11. Der König von Müllorca
12. Die da unten (feat. Der Zweite Mensch)
13. Nur zum Saufen hier
14. Tag 1 (nach der Probezeit)
15. Songs über Scheiße
16. Ein Bier bitte (feat. Antti „Hyrde“ Hyyrynen)
17. Ihr wurdet gewarnt
18. Rauchen ist meine Leidenschaft
19. Covid-26
20. Tanz die Marionette
21. Pure Quack (feat. Nikola Sarcevic)
22. Oma weiß was gut ist
23. In meinem Keller (feat. Mushiflo)
24. Es wird schlimmer (Die Apokalyptischen Reiter-Cover)
25. War’s das (alles wert)



