This Or The Apocalypse – Haunt What’s Left Tipp



Stil (Spielzeit):
Metalcore (45:49)
Label/Vertrieb (VÖ): Lifeforce / Soulfood (05.07.10)
Bewertung: 8,5 /10

Link: MySpace

Wow, wenn ich das hier so höre, bedauere ich richtig, ihr Debüt „ Monuments" nicht zu kennen. Die Variante des Metalcores, die TOTA hier zocken, geht genau auf die Zwölf.

Zwar haben sie zwischendurch auch mal Songs, die an KILLSWITCH ENGAGE erinnern („Lamnidae"), sind aber ansonsten vor allem deswegen so gut, weil sie noch mal etwas technischer an die Sache herangehen – ohne dabei aber in Deathcore- oder Chaoscore-Klischees zu verfallen. Man nehme zum Bespiel die Rhythmik von AUGUST BURNS RED, geben der aber die Riffverliebtheit von UNEARTH an die Hand und haue dann sogar noch den ein oder anderen Refrain von Bands à la THE BLED mit rein. Saugeil!

Die Refrains können zwar auch mal mit cleanen Vocals daherkommen, sind aber meist geschrien, wirken aber doch wie ein Art Hookline. Überhaupt ist die Stimme von Sänger Rick Armellino ziemlich klasse, da sie immer noch genügend Hardcore hat, um nicht so über-böse zu wirken. Die Herren aus Pennsylvania sind ohne Ende groovig, dabei aber eben nie stumpf – da die Gitarristen viel zu gerne zeigen, was sie können. Zusammen mit einer oftmals hardcorelastigen Geschwindigkeit und einer absoluten Songdienlichkeit der Saiteninstrumentalisten, erschaffen sie hier Stücke, die sich über große Teile des Albums von den Einheits-Metal-Core-Klamotten abheben. Victory hätte sich vermutlich die Finger nach dieser Band geleckt. Aber eigentlich wundert es nicht, dass Lifeforce mal wieder so ein gutes Pferd ins Rennen schickt.

Technisch geiler Metalcore, der sowohl bei der Melodik als auch im Groove punkten kann. Der Sound ist – natürlich – der Hammer, und die Band spielt tight wie hulle. Wer dem Metalcore immer noch was abgewinnen kann und Bands sucht, die nicht nur auf pathetische Emo-Chöre schielen, muss hier unbedingt reinhören!