Sein Haus in Los Angeles brannte beim Woolsey-Feuer 2018 nieder. Es folgte eine Pandemie, eine Scheidung. Das alles wäre Stoff genug für ein Album – Everlast hat daraus tatsächlich eines gemacht: "Embers To Ashes", sein erstes seit acht Jahren.
Produziert hat es Yelawolf, der Everlast schon 2015 fragte, ob er das machen dürfe – ausgerechnet in Berlin, in jener Nacht, als die Nachrichten aus Paris eintrafen. Das Le Bataclan, wo Eagles of Death Metal spielten. Everlast war eigentlich auf dem Weg dorthin, blieb dann aber in Berlin, um Yelawolf zu sehen. Zehn Jahre später trafen sie sich in Nashville.
Das Album ist eine Sammlung von Songs, die sich um mein letztes Jahrzehnt drehen, nicht unbedingt autobiografisch, sondern ‚inspiriert von‘ dem Chaos, den Verlusten und ein paar Erfolgen.
Musikalisch bewegt sich "Embers To Ashes" zwischen Americana und Blues-Rock – gemischt von Chris Lord-Alge, mit einem Cover des New Yorker Illustrators Tristan Eaton. Mitgeschrieben hat unter anderem David Ray, der zuletzt für Jelly Roll und Teddy Swims arbeitete.
Die Texte reichen von Liebeskummer und Selbstheilung ("Stones") über einen Protestsong zu den Folgen des Mordes an George Floyd ("Rubber Bullets") bis zu einem nachdenklichen Abschlusstrack für seine beiden Töchter ("Young Man").
Die neue Single "My Hollywood" handelt von den Höhen und Tiefen des Showgeschäfts – leichter im Ton als der Rest, aber nicht ohne Biss:
Everlast, bürgerlicher Name Erik Francis Schrody, wurde 1992 mit "Jump Around" (House of Pain) bekannt, redefinierte seinen Sound 1998 mit "What It's Like" neu und gewann später einen Grammy gemeinsam mit Santana. "Embers To Ashes" ist sein achtes Soloalbum.
