Red Hot Chili Peppers - I'm With You

Red Hot Chili Peppers Im With You

Stil (Spielzeit): Alternative/Funk Rock (42:06)
Label/Vertrieb (VÖ): Warner Records (26.08.11)
Bewertung: 7/10

redhotchilipeppers.com

Fünf Jahre nach ihrem Doppelalbum "Stadium Arcadium" kehren die RED HOT CHILI PEPPERS zurück. Eine große Veränderung im Bandgefüge hat es gegeben: John Fruiscante, schon in den Neunzigern einige Jahre nicht mit an Bord, gehört nicht mehr zur Band, ihn ersetzt Josh Klinghoffer, der auf "I'm With You" überraschend viel Raum für sein Gitarrenspiel bekommt und nicht zuletzt dazu beiträgt, dass das zehnte Studioalbum der Kaliforner ein richtig gutes Album geworden ist, selbst wenn man einige Abstriche machen muss.

Enthielt "Stadium Arcadium" trotz ein paar formidabler CHILI PEPPERS-Songs noch einiges an Füllmaterial, zeigt sich die Band auf "I'm With You" kompakter und geschlossener, selbst wenn es auch hier einige Durchschnitts-Songs und mit "Even You Brutus?" eine Nummer gibt, die mir absolut nicht gefallen will. Als Single hätten sich zudem andere Songs geeignet als der lahme Durchschnitts-Song "The Adventures Of Rain Dance Maggie", etwa der energische, melodische Opener "Monarchy Of Roses", der geschickt die mit quietschenden Brachialgitarren und verzerrtem Gesang versehenen Strophen mit einem saucoolen Funk-Refrain verwebt und direkt gute Laune macht. Weitere Highlights heißen "Look Around" (ein straighter, grooviger Song mit lockeren Raps und eingängigem Refrain), "Goodbye Hooray" (härtere Uptempo-Nummer mit Eiern, Klinghoffer darf sich hier richtig austoben) und das lässige "Did I Let You Know", das mit einem Trompetensolo für lockeres Karibik-Feeling sorgt. Auch Balladen beherrscht das Quartett nach wie vor, wie "Police Station" und vor allem mein persönlicher Favorit, "Brendan's Death Song", zeigen. Die einfühlsame, rührende Ballade, ausgestattet mit einem Killer-Chorus, ist einfach zum Weinen schön.

Ihr neuer Gitarrist tut den PEPPERS hörbar gut, selbst wenn auch auf "I'm With You" ein paar Songs zu finden sind, die mir auch nach mehrmaligem Hören nicht wirklich gefallen oder an mir vorbei rauschen. Die Produktion ist wie gewohnt wuchtig, allerdings scheinen wir mit dem Album einen neuen Sieger-Kandidaten für das "Loudness War"-Treppchen zu haben: Vor allem zu Beginn des Openers knarzt, kracht und clippt der Sound trotz runtergedrehtem Bass extrem. Trotzdem sollte die neue RHCP-Platte alle Fans glücklich machen und schreckt mit der eher schwachen Single Neuhörer hoffentlich nicht allzu sehr ab.