Kevin Devine - Between The Concrete & Clouds

Kevin Devine

Stil (Spielzeit):
Alternative / Singer/Songwriter / Pop (38:50)
Label/Vertrieb (VÖ): Arctic Rodeo / Cargo (23.09.11)
Bewertung: 7,5/10

Homepage: MySpace

Leider ist dies meine erste Begegnung mit KEVIN DEVINE, obwohl der Name ja schon seit Ewigkeiten herumgeistert. Und so kann ich jetzt auch nur aus dem Info zitieren, wenn ich schreibe, dass diese Platte komplett anders klingt als die früheren Werke. Anstatt seine Songs nämlich alleine vorzutragen, hat Herr DEVINE für "Between..." eine ganze Band angeheuert und mit ins Studio geschleppt. Das Ergebnis scheint ihm Recht zu geben, denn diese sechste Album beherbergt ein paar unglaublich schöne Indie-Perlen und funktioniert wunderbar.

Zwar klingt die Musik auf den ersten Blick etwas seicht, aber man muss sich einfach in das Universum des New Yorkers fallen lassen, seinen Geschichten lauschen und die Melodie und den Pop umarmen. Seine Einflüsse scheinen dabei von THE CURE, über die VIOLENT FEMMES, BRAND NEW und anderen Bands, die mir auf der Zunge liegen aber nicht ausgesprochen werden wollen, zu reichen. Die Band verfällt gerne auch mal in den Dreiviertel-Takt und unterstützt Kevin meist sehr zurückhaltend aber dennoch effektiv. Und wenn dann zwischendurch wirklich mal die verzerrte Gitarre angeschmissen wird (sehr, sehr selten), hat das auch wirklich einen richtigen Effekt und übt dann eine Menge Druck aus.

Im ersten Augenblick klingt das hier nach Pop, aber eigentlich handelt es sich um sehr intensive Musik mit guten Texten, die eben nicht an Lautstärke gebunden ist und von der doch eher hohen Stimme DEVINEs lebt. Dass der gute Mann eine Punk/Hardcore-Sozialisation genossen haben könnte, liegt für mich ziemlich nahe und überhaupt wirkt KEVIN DEVINE auf diesem Album extrem sympathisch. Songs wie der Titeltrack werden sich für sehr lange Zeit in meinen Gehörgängen festsetzen. Tolles Album!

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