Golem - Eternity: The Weeping Horizons / The 2nd Moon (Re-Release)

Golem - Eternity: The Weeping Horizons / The 2nd Moon (Re-Release)
    Death Metal

    Label: FDA Rekotz
    VÖ: 4.4.2014
    Bewertung:6/10

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Es gibt drei „bekanntere“ Bands, die sich unter dem Namen GOLEM zusammen gefunden haben. Erstere ist eine aus New York stammende Klezmer-Band (Klezmer ist eine Art jüdische Volksmusiktradition), die sich dem Folk Rock zugewand hat. Die zweite Band kommt aus Österreich, war dort in den 70ern super erfolgreich und 1971 sogar Gewinner des größten Musikwettbewerbs Österreichs, der ORF Show-Chance. Die dritten GOLEM, um die es hier schließlich gehen soll, kommen aus Deutschland und wurden schon zu DDR-Zeiten gegründet. Und dieses Quartett spielt lupenreinen, schnörkellosen Deathmetal.


Ursprünglich wurden die beiden Werke „Eternity – The Weeping Horizons“ und „The 2nd Moon“ einzeln 1996 und 1998 veröffentlicht. Jetzt, 2014, werden beide Alben neu aufgelegt. Die Songs wirken knackig und rotzig. Die Deutschen klingen wie eine verrückte Mischung aus treibenden CARCASS und in ihren melodischen Momenten wie AT THE GATES. Beide Werke sind sehr rifflastig geschrieben, vergessen aber niemals den melodiösen Teil. Ich weiß nicht, wie scheppernd und schnarrend die Alben damals klangen, aber das soundtechnisch überarbeitete Gewand steht beiden Werken sehr gut.

Damals gehörten GOLEM eher zum Underground und mittlerweile wahrscheinlich eher zu den vergessenen „alten“ Death Metal Bands. Aber egal, wozu sie gehören, die Neuauflagen von „Eternity – The Weeping Horizons“ und „The 2nd Moon“ sind großes Kino, zudem als Doppelversion für kleines Geld.

Übrigens: Bei einem "Golem" handelt es sich um ein in menschenähnlicher Gestalt aus Lehm gebildetes Wesen, das durch Magie zum Leben erweckt wurde. Der Golem besitzt besondere Kräfte, kann Befehlen folgen, aber nicht sprechen. Diese Figur entstammt einer jüdischen Legende.

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