The Konsortium – s/t

The_Konsortium_s-t

Stil (Spielzeit): Avantgarde Black/Thrash Metal (36:46)
Label/Vertrieb (VÖ): Agonia Rec./Soulfood (24.06.11)
Bewertung: 6/10

Link: http://www.myspace.com/konsortiummetal

Maskiert und ohne Namen – geheimnisvoll geben sich die Bandmitglieder von THE KONSORTIUM. Man weiß, dass sie aus Norwegen kommen, einer der aktuellen Gitarristen schon bei 1349 oder GORGOROTH gespielt hat, aber sonst bleibt alles anonym. Mit Hilfe des Gastsängers Hjelvik von KVELERTAK ist nun das schlicht betitelte Debütalbum fertig erschaffen worden und bereit gehört zu werden.

Schon bei den ersten Riffs merkt man, dass hier keine Anfänger am Werke sind – wer auch immer sie sein mögen. Das geschwärzte Geprügel ist zu Beginn ganz schön zügig, ein thrashig-melodischer Schrei macht sich auch sehr gut darin, doch das mysteriöse Gesinge in manchem Zwischenpart sorgt anfangs etwas für Verwirrung. Doch daran sollte man sich gewöhnen. Denn nicht umsonst ist laut Info-Blättchen das Attribut „Avantgarde" hinzugefügt.
Der etwas pathetische Klargesang und manch progressive Strukturen lassen die Songs nicht immer einfach in die Ohrmuschel flutschen. In „Under The Black Flag" meint man in einem schön groovigen Black ´n Roll-Stück gelandet zu sein, doch ab und zu schüttelt man die Lauscher, wenn da ein bisschen 80er-Thrash mit hohem Gesang mit hineingemischt wird.
Wenn dann in „Decomposers" einige wenige mystische Klänge noch in Richtung des Alien-Metals von ANGST SKVADRON gehen, dann kann man sich sicher sein, ein eher unübliches Black Metal-Scheibchen vor sich zu haben – unüblich, aber durchaus spannend. Hier wird dann nämlich noch im Midtempo zu Mönchsgesang marschiert, bevor das Maschinengewehr wieder an die Wange gelegt wird.

Immer wieder packen die Norweger fieses Geballer aus, das im Überschalltempo alles niederbrennt, doch für meinen Geschmack wird dies zu oft von mittlerer Stampfgeschwindigkeit abgelöst. „Onwards! Onwards!" als schmissiger Chorus passt gut in den progressiv-schwarzen High-Speed-Song, der als undefinierbare Geräuschkulisse endet.
Es ist also nicht ganz einfach, den Sound von THE KONSORTIUM einzuordnen. Muss man vielleicht auch gar nicht. Gewöhnungsbedürftig für traditionelle Ohren ist es allemal, aber aufgeschlossene könnten hier etwas Interessantes, Maskiertes entdecken. Ein bisschen geheimnisvoll bleibt die Mucke auch nach mehrmaligem Hören, aber reizvolle Ideen gibt es hier einige zu aufzuspüren.

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