Hirax - El Rostro De La Muerte



Stil (Spielzeit):
Oldschool Thrash-Metal (51:25)
Label/Vertrieb (VÖ): Selfmadegod (16.11.09)
Bewertung: 7,5 /10

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Eins vorneweg: ich bin kein sonderlicher Kenner von Oldschool-Thrashmetal – man möge es mir verzeihen. Trotzdem kann ich aber sagen, dass es sich bei dem neuesten Werk von HIRAX wohl um einen ziemlichen Knüller handelt. „Thrash and burn" und ohne Kompromisse nach vorne!

Und so bestechen die Kalifornier vor allem durch die durchwegs hochgehaltene Geschwindigkeit. Kaum ein Stück, dass mal ein wenig Luft zum verschnaufen gibt, dafür schön oldschoolig in SLAYER-Manier direkt zwischen die Augen geknallt. Der Gesang erinnert mich grob an OVERKILL (wobei ich auch nicht viele andere Vergleiche hätte finden können) und wird den alten Hasen und Kuttenträgern wohl Freudentränen bringen. Für mich ist das allerdings nicht wirklich was. Außerdem finde ich grade das Gekeife ein wenig eintönig, da er nicht sonderlich viele Variationsmöglichkeiten sein eigen nennt.

Die Band ist seit ca. einem Viertel Jahrhundert dabei, bringt aber hier erst ihr viertes richtiges Album raus – da werden wohl einige Fans ganz schön lange gewartet haben. Gespickt mit einigen Zitaten aus diversen Kriegsfilmen und aus Bowling For Columbine" (oder war es „Fahrenheit 911"?) dürften das Album aber auch alte Fans berühren können. So stark, wie sie hier Kette geben, können sich so manche Neo-Thrasher eine ordentliche Scheibe abschneiden (man achte mal auf die Basedrum beim letzten Stück!) - das Klavierstück kurz vor Schluss verwundert mich dann dagegen schon ein wenig.

Auch wenn es nicht zwingend meine Musik ist – was ich vor allem am Gesang festmache – beeindrucken mich die Amis schon ein ganz Stück, so kompromisslos, wie sie hier aufs Gaspedal treten. Kein Wunder warum so manche Oldschool-Hardcore-Fans auch etwas mit Oldschool-Thrash-Metal anfangen können. Selbst der Sound und das Artwork erinnern stark an die 80iger. Eine moderne Geschichtsstunde sozusagen!

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