Subconscious - All Things Are Equal In Death

Review

Stil (Spielzeit): Progressiver Death/Thrash (47:40)
Label/Vertrieb (VÖ): Surpreme Chaos Records / Soulfood (08.08.2008)
Bewertung: 8 / 10
Link: http://www.subconscious-metal.de
http://www.myspace.com/subconsciousmetal

SUBCONSCIOUS - nicht zu verwechseln mit der berliner Formation gleichen Namens – spielen Death Metal mit thrashigem Gesang und scheinen einen schier unerschöpflichen Vorrat an Ideen für Breaks und andere verfrickelte Songstrukturen zu besitzen, die es dem geneigten Headbanger möglichst schwer machen sollen, bei einem Konzert seiner Arbeit nachzugehen.

Diese Feststellung ist keineswegs negativ gemeint, denn die Jungs beweisen somit eigentlich nur, dass auch auf den ersten Blick nicht streng durchstrukturierte Songs sehr hörenswert sein können.
Was an der Musik der Mannen aus Stuttgart unweigerlich als Erstes ins, nunja, eben ins Ohr fällt, ist die Tatsache, dass der Sound des mittlerweile fünften regulären Studioalbums sehr stark an DEATH zu Ende ihrer Schaffensphase, also gerade auch an das „The Sound Of Perseverance“-Album, erinnert. Auch das ist keineswegs verwerflich, denn ich kenne wahrlich schlechtere Veröffentlichungen.

Auf „All Things Are Equal In Death“ sind recht viele Songs zu finden, die über eine Spielzeit von fünf Minuten hinausgehen aber trotzdem über wenig Text verfügen und somit viel Platz für solistische Aktivitäten und oft herrlich anzuhörendes Gefrickel lassen. Mal sehr progressiv, mal leisere Töne anstimmend und sehr zurückgenommen agierend und oft einfach schön aggressiv daherschreddernd stellen SUBCONSCIOUS hier eine große Bandbreite ihres Könnens zur Schau. Ob sie das auch live so umsetzen können, davon kann man sich hoffentlich auch bald überzeugen (Jungs, das ging in eure Richtung!).

Besonderen Spaß machen mir auf der Scheibe die Songs „All Edged Authority“ und „Moral Constraint“. Während ersterer mit einer (viel zu kurzen) Saxophon-Einlage von Philipp Dürr und einem kurzzeitlich entzückend schräg gespielte Basslauf begeistern kann, gefällt mir an letzterem Song besonders die Melodie zu Beginn und in der Mitte des Stückes (Ist’s die Bridge? Bei dem immens hohen Break-Anteil ist leider doch recht schwer zuzuordnen, was nun Refrain oder sonstwas ist!). Diese erinnert nämlich ein wenig an die Melodie aus „Choir Of The Damned“, dem Opener des KREATOR Meilensteins „Pleasure To Kill“ und wenn diese Ähnlichkeit sogar gewollt ist, ist’s ein netter Gimmick!
Ein wenig überrascht war ich übrigens, als ich las, dass es die Band bereits seit 1990 gibt. Bevor ich weitere Informationen zur Bandgeschichte durchgelesen hatte, hatte ich mir lediglich das Booklet angeguckt und die erstaunlich jungen Gesichter gesehen. Bitte verratet mir, wo ihr euren Jungbrunnen versteckt haltet!

Wie dem auch sei, abschließend lässt sich zu SUBCONSCIOUS sagen, das die Band hier eine hörenswerte Veröffentlichung auf den Markt geschmissen haben. Einzige Mankos: Der anfängliche Druck wird zu Ende des Albums hin ein wenig zurückgenommen und zudem werden die Songs ein wenig langatmiger. Somit kann es leider auch leicht passieren, dass das Interesse seitens des Hörers ein wenig abflacht. Auch der Gesang könnte an manchen Stellen ein wenig vielschichtiger sein, doch Alles in Allem ist der Formation aus dem Schwabenland ein beachtliches Werk gelungen, in welches man sich zwar erst hineinhören muss, das aber von Mal zu Mal mehr Spaß macht!