The Picture Books - List Of People To Kill

Stil (Spielzeit): Indie/ Rock/ New Wave (39:56)
Label/Vertrieb (VÖ):  Noisolution/ Indigo (24.04.2009)
Bewertung: 7,5/10



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„List of People To Kill" - plakativer kann ein Albumtitel kaum sein. Wer aber hinter der dazugehörigen Band THE PICTURE BOOKS Punkmusiker vermutet, liegt falsch.

Der Sound von THE PICTURE BOOKS ist im Indie- Noise- Rock- Bereich angesiedelt. Wobei Rock hier ganz groß geschrieben wird. „On the go", der erste von 11 songs, gibt dann auch gleich die Marschrichtung vor: Mit Volldampf nach vorne - aber immer tanzbar, bitte. So eindringlich und laut die Songs teilweise auch sind, so sehr der Sänger (Fynn Grabke, ja, Sohn von Claus Grabke) auch während einigen Passagen ins Mikro schreit - irgendwie wirkt das ganze immer noch melodisch, immer noch durchdacht und eben ganz einfach tanzbar. Bei einigen Songs denkt man da - nicht nur aufgrund des öfter verwendeten Synthies - zu Recht an BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB („List of People To Kill", „Take It"). Die fette Produktion, bei der die Instrumente und Vocals hervorragend aufeinander abgestimmt sind und zur rechten Zeit in den Vordergrund gepusht oder zurückgenommen werden, gibt weitere Pluspunkte. Nie überladen, aber immer kurz vorm explodieren - so klingen THE PICTURE BOOKS.

Kurz gesagt: Gelungener Indie-/ Noise- Rock! Wer JOHNOSSI, BLACK REBEL MOTORCYCLE CLUB oder auch WOLFMOTHER mag, wird voll auf seine Kosten kommen. Bewundernswert, dass die 3 Jungs im Durchschnitt gerade einmal 20 Jahre alt sind. Und was noch mehr verwundert: Sie kommen aus Deutschland. Das hört man zu keinem Zeitpunkt - vielleicht das größte Kompliment, was man ihnen und ihrem Sound machen kann.

 

 

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