Gruesome Stuff Relish – Sempiternal Death Grind

Gruesome Stuff Relish – Sempiternal Death Grind
    Death Metal/Grindcore

    Label: FDA Rekotz/Soulfood
    VÖ:
    Bewertung:6/10

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Auf der Iberischen Halbinsel gibt es neben Strand, Fußball und Paella auch ein Quartett, das sich seit dreizehn Jahren der ursprünglichen, räudigen Musik der Marke CARCASS verschrieben hat. Ihre dritte Scheibe hat sich nun ausgegraben und poltert durch die Lande.

Die Gitarrensaiten werden einmal durch den Schlamm gezogen, locker auf den Korpus gespannt, so dass die Töne schön tief sind und ein röchelnd sterbender Typ startet die Platte. Mehrere Kilogramm ziehen die Riffs aus der Erde, dreckiger Death Metal der alten Schule wird gewürzt mit punkig-grindigen Gürkchen, so dass ein herb brodelndes Gemisch entsteht. Der Song „S.O.S." verbreitet düstere Stimmung, während er stellenweise auch einfach gemütlich auf dem Highway vor sich hin groovt. Selbst wenn Blastbeats aus dem Baukasten genommen und eingebaut werden, wirkt es manchmal trotzdem gemächlich und schwermütig. Doch der Klöppel, der in „They Are The Plague" den Topf umrührt, legt wiederum oftmals ein ordentliches Tempo vor. Fast Alien-artige Töne mischen sich spontan in den feurigen Brei – die Atmosphäre wird kurzzeitig gespenstisch.

Traditionell rumpelnd wie DISMEMBER und grindig wie es auch LANDMINE MARATHON tun, erzählen die Spanier von Zombies und anderen Gutenachtgeschichten. Die Erzähler klingen vielfältig, da drei der vier Burschen ins Mikro gurgeln. Nicht allzu unterschiedlich ist der dreifache Gesang, doch immer passend growlend und röchelnd.
Überraschend ist höchstens der kleine Country-Anfang in „The Follow Your Scent", denn mit kleinen Spielereien wollen die Jungs den urigen Sound aufpeppen. Oftmals wandern sie dann aber in traditionelle, nur zum Teil spektakuläre Riffs ab, so dass hier und da der Spannungsbogen kurz abflaut. Wenn dann aber wieder die blutige Keule geschwungen wird und ein knarziges Solo die Lauscher verzückt, kann man weiter die Blutsuppe genießen. Auch wenn der Hochspannungsfaktor etwas zu gering ist, gurgelt die spanische Truppe doch einen ordentlichen Haufen Mett auf den Teller.

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