Daath - The Concealer Tipp




Stil (Spielzeit): Tech Death mit Thrash, Prog, Black und Grind (41:28)
Label / Vertrieb (VÖ):
Century Media / EMI (17.04.09)
Bewertung: 9 / 10

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Beim Blick auf das Cover habe ich erstmal an Blackmetal gedacht und mich gefragt, ob ich hierfür der Richtige bin. Aber der Sound der Amis ist viel weiter gefächert, ziemlich modern und einfach schweinegeil! Hier treffen sich Black, Death und Thrash im Wald zum Holzhacken und gebären dabei einen progressiven Bastard, der sich so ziemlich überall Freunde machen könnte.

Die Produktion ist sehr modern, transparent und rückt die fünf Musiker in ein sehr gutes Licht. Denn damit kommt die ganze Breite ihrer Einflüsse zur Geltung, was sie nicht nur als gute Musiker ausweist, sondern auch einfach Abwechslung bieten kann. Das Songswriting ist sehr variabel und immer wieder fallen ihnen neue Möglichkeiten den Hörer zu beeindrucken. Zwar haben sie auch Groove, laufen aber zu keiner Sekunde Gefahr, als MetalCore falschverstanden zu werden und sollten so eigentlich auch allen Traditionalisten gefallen können. Zwar halten sie hier auf ihrem dritten Album nicht mit ihren Fertigkeiten hinterm Berg - sehr geile Leads! - aber trotzdem verkommen die Songs nicht zu selbstgerechtem Gefrickel für Musikstudenten. Nein, hier werden richtig gute Songs geschrieben, die man auch problemlos von einander unterscheiden kann, da die Band immer wieder mit der Dynamik spielt und den Stücken damit richtig gut funktionierende Bögen verpasst.

Die Keyboards und vor allem die beeindruckenden Soli, sowie die Fähigkeiten des Bassisten, extrem auf den Punkt und songdienlich zu spielen, lassen teilweise an Bands vom Schlage DREAM THEATRE denken - nur um im nächsten Moment mit einer wütenden Grindattacke alles nieder zu walzen. Ich bin zwischen durch immer wieder beeindruckt was sie sich alles trauen - „Unbinding Truth" ist so Meisterwerk, in dem sie sich einen Dreck darum scheren, was man von einer Extremmetal-Band so erwartet und mit einer ganz eigenen Melodik zu Werke gehen. Ich merke selber, wie ich hier schwärme, aber die Herren aus Atlanta schaffen es fast bei jedem Songs mich zu beeindrucken, wie sie fieses Gebolze mit progressiven und melodischen Elementen mischen und dabei wie durch ein Wunder nicht von ihrem eigenen Anspruch erschlagen werden. Ein wirklich gutes Album mit erstklassigen Songs, Individualität und Abwechslungsreichtum (schade nur, dass ich das über den Gesang so nicht sagen kann). Riesen Überraschung!