Vermis - Liturgy Of The Annihilated


Review

Stil (Spielzeit): Extreme Death Metal (41:41)
Label/Vertrieb (VÖ): Darkwind/Twilight (07.11.2005)
Bewertung: Technisch 1, Abwechslung 6 (4/10)
Link: http://www.vermis.org
Selten findet man so viele gute Musiker, wie in der Band Vermis. Die Anfang 2004 von Ex-Obsidian Gate und Khaosick-Mitgliedern gegründete Band entfesselt auf ihrem Debüt-Album „Liturgy Of The Annihilated" ein wahres Feuerwerk an ihren Instrumenten.
Brutal, schnell und düster. So könnte man den Sound der Band wohl am besten beschreiben. Neben absoluten Shred-Gitarren in einem atemberaubenden Tempo zeichnet sich Vermis auch durch schleppende Doom-Parts aus, die wie aus heiterem Himmel des Öfteren eingestreut werden. Dabei leistet sowohl Gitarrist Markus Zeitz als auch Bassist Marco Boms und Schlagzeuger Phil Infernal absolute Spitzenarbeit. Gesanglich hält man sich hauptsächlich im Grunz-Bereich auf.
Doch leider ist Technik nicht alles, was eine gute Band ausmacht. Vermis verstricken sich zu sehr in technischem Gefrickel und Geknüppel. Dabei bleiben Abwechslung und gutes Songwriting auf der Strecke. Die Lieder sind zwar schön anzuhören, aber gute Songs, die man sich auch öfters anhören kann, sind leider nur wenig vorhanden.
Mein Fazit: Obwohl die vierköpfige Band Vermis sich von einer technisch erstklassigen Seite zeigt kommt sie an ihre offensichtlichen Vorbilder Morbid Angel, Hate Eternal oder Mortician nicht ran. Denn im Gegensatz zu diesen Bands haben Vermis nur wenig Abwechslung und Ideenreichtum in ihren Songs: entweder wird gebrettert oder „gedoomt". Wer aber auf kompromisslosen, alles niederwalzenden Extreme Death Metal steht, sollte doch mal eine Hörprobe wagen.

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