Job For A Cowboy - Ruination


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Stil (Spielzeit): DeathMetal (40:31)
Label/Vertrieb (VÖ): MetalBlade (06.07.09)
Bewertung: 5,5/10

Link: http://www.myspace.com/jobforacowboy http://www.jfacmetal.com/

Nach ihrem unglaublichen und gleichzeitig unerwarteten hochgelobten Debut „Genesis", legen JOB FOR A COWBOY jetzt also mit „Ruination" nach.  Und eins kann man sagen, die Jungs lassen immer noch den Knüppel aus dem Sack und das nicht zu knapp. Nach einem Job müssen die fünf Cowboys aus Glendale, Arizona, definitiv nicht mehr suchen: Sie zocken Deathmetal/Deathcore. Und der ist sowas von straight, brutal, dass man es fast mit der Angst bekommen kann.

Einen überraschenden Stilwechsel hat man hier nicht zu erwarten. „Ruination" setzt dort an, wo „Genesis" aufhörte. JOB FOR A COWBOY setzen auf Altbewährtes. Vertrackteste und unerwartete Tempiwechsel. Einen Drummer, der Blastbeats raushaut, als sei der Leibhaftige hinter ihm her, der auf der anderen Seite aber auch eine gut laufende Taktmaschine zu sein scheint. Growls aus den tiefsten Ecken der Hölle. Und einem fantastischem Zusammenspiel, das sich echt sehen lassen kann. Die fünf Amerikaner wissen, was sie für ein chaotisches und brutales Deathmetalcore-Süppchen angerührt haben.

Leider ist Altbewährtes aber nicht immer gut, vor allem dann nicht, wenn keine Weiterentwicklung stattfindet. Das ist jetzt nicht falsch zu verstehen, Songwriting, Gesang, Drums und Produktion sind immer noch einen Beifall wert, aber leider fehlt es an neuen Ideen. Altbewährtes sollte nicht kopiert werden, sondern weiterentwickelt werden, doch die Weiterentwicklung ist bei „Ruination" leider nicht zu erkennen. Und das ist sehr schade.
Betrachtet man ihre Tendenz seit „Doom", haben JOB FOR A COWBOY sich gut entwickelt, doch nun ist eine kleine Stagnation eingetreten. Das ist noch steigerungsfähig. Nichts desto trotz, diese Scheibe klingt nach JOB FOR A COWBOY, oder nach „Genesis"? Nicht, dass wir uns falsch verstehen, die Scheibe ist der Hammer, sie groovt, beweist unkonventionelle Spielfreude und zerlegt alles, was sich ihr in den Weg stellt. Hier werden definitiv keine Gefangenen gemacht. Es gibt, wie schon erwähnt, nur einen kleinen Verlust zu vermelden, Weiterentwicklung.

Am Ende wollen wir uns nicht mit Haarspalterei aufhalten, dieses Album ist, was es ist: Eine gut funktionierende Todeswalze. Für das nächste Album liegt die Messlatte immer noch hoch, und dann wird sie hoffentlich ein wenig höher gelegt, bis dahin sollte man sich des Öfteren mit JOB FOR A COWBOY's aktuellem Streich „Ruination" befassen!