In Battle - Kingdom Of Fear




Stil (Spielzeit): Brutal Black/Death Metal (44:49)
Label/Vertrieb (VÖ): Nocturnal Art Production/Candlelight Rec. (03.09.07)
Bewertung: 7/10
Link: http://www.inbattle.se
http://www.myspace.com/inbattlenorrland

Kommt Zeit, kommt Krieg!
IN BATTLE ziehen durch das „Kingdom Of Fear“ und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Seit Ende der Neunziger brettert der schwedische Vierer durch die Gehörgänge, dass es nur so kracht. Von extremem Black Metal über Viking-Einflüsse sind IN BATTLE mittlerweile bei einer bösen Death-Black-Mischung angelangt. Mal sehen, was uns diese Schwarzbrot-Scheibe zu bieten hat.

Die Angst, die im Königreich vorherrscht, kriecht dem Hörer langsam entgegen, aber wenn sie einen gepackt hat, prügelt sie nach schon einer Minute auf den Schädel ein. Böses Todesblei wird im Höchsttempo aus allen Rohren gefeuert und atonal derbe Gitarrensoli dürfen auch nicht fehlen.
Ein dreckig rauer Sound, dem sich auch das derbe Growling von Fronter Sandin anpasst, verleiht den Stücken einen eigenen authentischen Klang. In „The Wandering One“ kommen dann schon fast progressive Züge durch, die sich in schnellen Breaks und Rhythmus-Wechseln widerspiegeln. Doch der Weg zum pfeilschnellen Geprügel wird bald wieder eingeschlagen.
Zwischendurch blitzen immer wieder schwarz-metallische Anleihen auf, im groovigen „Follow the Allfather“ geht die Tendenz eher in die Richtung eines schwarzen Loches, doch dunkle Growls und so mancher Ton der Saitenhexer verweisen noch immer auf den Tod. Bei „Tyr“ dringt trotz üblem High-Speed-Gezocke schon fast eine Art Refrain zum Mitgröhlen aus meiner Anlage. In „I Kamp“ scheint es zunächst, als ob ein bisschen der Fuß vom Gaspedal genommen wird, was sich ab dem Mittelteil dann als Fehleinschätzung herausstellt. IN BATTLE sind nicht langsam!
Kurz vor Ende der Scheibe, in „Path of Power“ grooven die fetten Riffs vor sich hin, wobei im Schlusstrack noch einmal Vollgas gegeben wird. Das Thema des Krieges äußert sich ab und zu in kurzen Intermezzi von Kriegsgeräuschen am Anfang oder Ende einiger Stücke oder es wird sogar im Lied das Sterben auf dem Schlachtfeld imitiert. Zumindest klingt es einmal so. Der Krieg ist jedenfalls erbarmungslos und ballert fast ohne Unterbrechung auf die Lauscher ein.

IN BATTLE spielen wie angegeben eine brutale Mischung aus Death und Black Metal. Dass man hier keine Ballade findet ist selbstverständlich. Trotz der fast immer hohen Geschwindigkeit präsentieren sich die vier Schweden doch abwechslungsreicher als erwartet. Mit krassen Rhythmuswechseln, die hauptsächlich durch Wiklund hinter der Schießbude hervorstechen, und die manchmal recht komplexe Arbeit der Gitarreros, kommt ein kleiner Schuss Progressivität hinzu. Als Vergleich sei MORBID ANGEL dem Leser an die Hand gegeben. Wer sich also die raue unverfälschte Ladung Todesblei abholen möchte, ist hier genau richtig.

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