The Modern Age Slavery - Damned to Blindness




Stil (Spielzeit): Deathcore (40:17)
Label/Vertrieb (VÖ): Napalm Rec. (28.11.08)
Bewertung: 7, 5 / 10
Link: http://www.myspace.com/themodernageslavery

Ein schön hartes Brett bringen die italienischen DeathCore Monster THE MODERN AGE SLAVERY bei ihrem Debüt an den Start… Freunde von CARNIFEX oder KNIGHTS OF THE ABYSS werden ihre helle Freude haben. Damit ist eigentlich alles gesagt. --....Nicht?

Napalms transalpiner Deal besticht durch ein Höchstmaß an akustischen Gewaltexzessen, vermeidet es aber dabei, in jene Gefilde vorzudringen, in denen so etwas lächerlich wird. Vermieden wird zudem, sich in unübersichtlichem "6-verschiedene-Breaks-pro-Minute"-Gefrickel zu verzetteln. Stattdessen gibt’s, zwei schlicht, zwei kraus, immer schön auf die Fresse… Viel Blast, viel Double-Bass, Breakdowns, wo es unabdingbar ist, es wird gegrowlt, gescreamt (kein Pig-Squealing), Melodisches hält sich dezent im Hintergrund (Fans von BLACK DELIAH MURDER oder HEAVEN SHALL BURN sollten also lieber vorsichtig sein).

Die Tempowechsel sind in Stellung und Häufigkeit exakt so beschaffen, ein einigermaßen entspanntes Zuhören zu ermöglichen.
Ich bin mir fast sicher, einige Thrash-Einflüsse auszumachen. Ein bisschen (bisschen!) wie bei den glorreichen CRYPTOPSY, die bislang meine Schmerzgrenze darstellten. Aber keine Angst, die Italiener versuchen nicht wirklich, richtige Musik zu machen… es bleibt wesentlich exzessive Gewalt aus nahezu paritätisch verteilten Death- und Core-Geräuschen. Besonders interessant dürfte für einige das finale „Wolverine Blues“ (jo, der ENTOMBED-Klassiker), um mal zu sehen wie man das auch spielen kann.

Persönlich ist mir DeathCore prinzipiell zu pubertär, genauer, zu gewollt gewalttätig; ergo bin ich kein Fachmann, meine aber zumindest so viel Ahnung zu haben, dass THE MODERN AGE SLAVERY im Genre viele Anhänger finden wird. Spezialisten sollten unbedingt mal reinhören.

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