Prong - Power Of The Damager



Stil (Spielzeit): Industrial Metal (48:33)
Label/Vertrieb (VÖ): 13th Planet Records / Soulfood (05.10.07)

Bewertung: 7,5/10
Link: www.prongmusic.com

Mit „Power Of The Damager“ kommen PRONG zurück auf Linie und beißen wieder – ein Album, das stellenweise sogar vom Glanz alter Tage umspielt wird und nur gegen Ende ein wenig abflacht. Ansonsten heißt die Devise: „PRONG are back!“

Nein, keine „Cleansing“-Vergleiche bitte, das sollte man der Band und uns nicht antun. Aber es rumpelt mehr als ordentlich, denn Bandkopf Tommy Victor hat nach kleineren Auswärtseinsätzen bei DANZIG und MINISTRY wieder eine Menge sperrige Riffs geschrieben, die kräftig knacken und bombig sitzen. Ganz vorneweg der Hit „Pure Ether“, den ich den ganzen Tag lang schleife hören könnte, und der im Refrain klaren Gesang sowie simple aber effektiv offen gespielte Gitarren offenbart. Wie übrigens auch der Thrash-meets-Industrial Nackenbrecher-Titelsong. Hammer, was da an Energie ’rüberkommt!
Der Rest der Songs klingt nach PRONG as usual: Sie pendeln zwischen wütenden Riffs, die mal mehr in die Crossover/Hardcore-Richtung und mal eher in Industrial-Gefilde gehen. Charakteristisch ist auch die furztrockene Rhythmik der Jungs, eine gewisse Monotonie und Passagen, die im Kontrast zur aggressiven Abrissbirne stehen, etwas melodischer und zarter klingen - oder genau das Gegenteil, wenn Tommy schräg-laute Soli einstreut. Besonders gelungen ist diese klanglich krude aber komplex arrangierte Mischung übrigens bei „The Banishment“.

Im letzten Drittel offenbart die Scheibe ein wenig Ideenlosigkeit, doch bis dahin täuscht nichts über die wiedererlangte Stärke des Trios hinweg. PRONG klingen heute so herrlich eigen und intensiv wie in den frühen Neunzigern. Keine Frage, „Power Of The Damager“ ist Pflichtprogramm für die Fanbase.