Cliteater - The Great Southern Clitkill

CLITEATER-the great souther

Stil (Spielzeit):
Grindcore (32:48)
Label/Vertrieb (VÖ): Soulfood (15.10.10)
Bewertung: 6,5/10

Link: Offiziell

Manchmal bringen Bands ein Album auf den Markt, von dem man vorher schon weiß, was einen erwartet. So auch beim neuen Werk der holländischen Porn-Grindcorler CLITEATER, das selbstverständlich wieder vollgepackt ist mit Dameleien, was man mal wieder schon am Albumtitel erkennen kann. Das neue Werk hört nämlich auf den Namen „The Great Southern Clitkill", ganz in Anlehnung an PANTERAs „The Great Southern Trendkill". Damit setzt das Quintett seine Neigung mit veränderten Albentiteln im Stile von „Scream Bloody Clit", „Eat Clit or Die" oder dem Debüt „Clit 'em All" fort.

Textlich darf man sich auf einige Abstrusitäten gefasst machen. Titel wie ‚F.F.(Fuckin' Faggot)', ‚Crime scene cleaner', ‚Saturday night beaver', ‚Glory hole' oder auch das großartige Wortspiel ‚In-Diana Jones' lassen im Voraus erahnen, dass es textlich wieder einmal um viel Gewalt und noch mehr Sex gehen wird. Erahnen ist auch genau das richtige Wort dafür, denn den Text verstehen kann man selbstredend nicht, so übelst tiefe Grunzvocals, Gegurgel und Pigscreams erwarten einen.

Womit wir auch schon bei der musikalischen Umsetzung angekommen sind: purer Grindcore oder meinetwegen auch Porncore, welch verrückte Beschreibung einer Musikrichtung. Dafür aber gekonnt groovend und treibend. Allerdings fehlt ein wenig die Abwechslung, die ja im Grindcore-Bereich eh ein wenig weichen muss. Aber in Punkto Groove und Abwechslungsreichtum können sich CLITEATER noch getrost eine Scheibe bei ABORTED abgucken.

Technisch ist das alles vom Feinsten und auch die Produktion lässt keine weiteren Wünsche offen. Die Jungs verstehen ihr technisches Handwerk nur zu gut, für eine Grindcore-Scheibe klingt die Produktion einfach Hammer-fett. Wie es sich für eine ordentliche Grind-Scheibe gehört, werden auch hier nur knapp die 30 Minuten voll gemacht, und auch der Witz kommt bei dieser Scheibe nicht zu kurz. Ich kann lediglich für zwei Punkte Abzüge geben: Erstens klingt das neue Material zu sehr nach den letzten Schreiben und zweitens fehlt mir ein wenig der obligatorische Grind-Groove.