Twilightning - Swinelords

Stil (Spielzeit): Metal (44:55)
Label/Vertrieb (VÖ): Spinefarm Records / Soulfood Music (27.04.07)
Bewertung: 8,5/10

Link: http://www.twilightning.net

TWILIGHTNING sind eine junge Band aus Finnland, die sich mit “Swinelords” bereits ein drittes mal mit einem Longplayer an die Öffentlichkeit wagt. Und das ist gut so. 
Denn bereits ihr Debüt Album „Delirium Veil“ aus dem Jahre 2003 sorgte für Aufsehen unter den Power Metal Fans. Doch nach einigen Veränderungen im Umfeld, unter anderem der Ausstieg ihres Keyboarders, wollten die fünf übrig gebliebenen Metaller, ihren Sound in eine andere Richtung stoßen. 
Als allererstes beschlossen TWILIGHTNING, ihren abtrünnigen Tastenmann nicht durch einen Neuen zu ersetzen, sondern ohne Keyboards weiterzumachen, was ihrem Sound vor allem in punkto Rauheit einen mächtigen Schritt nach vorne katapultierte. 

Im Vergleich zum Debüt nahmen H.M.I. Pöyhiä (vocals), Wille-W. (guitars), Thief Sartanen (guitars), J. Kainulainen (bass) und Leskin E. (drums) erheblich den Fuß vom Gas, ohne dabei jedoch an Wucht zu verlieren. 
Der Power Metal Ecke sagte man damit endgültig „Auf Wiedersehen“. Die Mischung aus Metal und melodischem Hard Rock steht auf „Swinelords“ deutlich im Vordergrund, und die zehn Tracks treten wirklich kräftig A***h. 
Bereits beim Opener „Isolation Shell“ fällt es schwer, nicht die Matte zu schütteln, oder mit den Füssen mit zu wippen. Der Song ist hat so einen herrlich, treibenden Groove, unterlegt mit einem einfachen, aber sehr wirkungsvollen Riff, einer rauen aber jederzeit gut zu verstehenden Stimme von Sänger H.M.I. Pöyhiä, die es absolut unnötig macht, irgendwelche Texte im Booklet mitzulesen, und perfekt platzierte Breaks, das es eine wahre Freude ist. 

Diese Trademarks ziehen sich durch das komplette Album, wobei die Schwerpunkte immer anders liegen, wodurch man den Punkt „Langeweile“ getrost streichen kann. 
„Swinelords“ ist ein Metal Album mit Suchtfaktor, das durch eine tolle, klare und druckvolle Produktion besticht. Mit „Not A Word“ ist nur ein Song dabei, bei dem es etwas ruhiger von statten geht, und der damit etwas aus dem Gesamtbild fällt. Ansonsten geht es gut und wuchtig zur Sache, und TWILIGHTNING sind weit davon entfernt, Gefangene zu machen. 
Anspieltipps sind der Opener „Isolation Shell“ mit seinem unglaublichen Groove, der Megarocker „Pimps, Witches,Thieves & Bitches“ und das für TWILIGHTNING-Verhältnisse ziemlich schnelle „With The Flow“. 

Fazit: Geiler Metal, der auf Grund seines stampfenden Grooves zum Bangen nur so einlädt. Die musikalische Kompetenz der fünf Finnen lässt keinen Zweifel daran, dass sie es noch weit bringen wollen und auch werden. 
Achtung: Erhöhte Suchtgefahr!