Eine Mischung aus eingängigem Power Metal und melodischem Hardrock, mit modernen Einflüssen, viel Keyboards und mächtig Pomp und Posing – das ist der Stil, dem sich INDUCTION seit ihrer Gründung 2014 verschrieben haben. Nach diversen Besetzungswechseln hat Bandkopf Tim Hansen eine internationale Truppe um sich geschart, die auf allen Positionen gut besetzt ist.
Mit dem zweiten Gitarristen Justus Sahlman ergänzt er sich hervorragend, zudem wurde mit Gabriele Gozzi ein Sänger gefunden, der eine klare Stimme hat und alle Höhen wunderbar meistert. Lohn der Arbeit in den vergangenen Jahren waren unter anderem ein Auftritt in Wacken und die Tour im Vorprogramm der legendären SAVATAGE.
Jetzt erscheint Album Nummer 3, das nach Aussage von Tim Hansen INDUCTION in seiner bisher „persönlichsten, größten, mutigsten und unterhaltsamsten Form“ zeigt. All das mag zutreffen, das Album kann man auch gut durchlaufen lassen, und die Band bietet auf „Love Kills!“ viele Momente, die dem Handbuch des Power Metal entsprungen sein könnten.
Und doch vermag „Love Kills!“ bei mir nicht richtig zu zünden. Trotz gelungener Kompositionen wie „Steel And Thunder“ und „Beyond Horizons“ (POWERWOLF lassen dezent grüßen) bleiben für mich am Ende nur wenige Songs im Gehörgang hängen. Auch den einen herausragenden Album-Hit, wie seinerzeit etwa „Queen Of Light“, kann ich auf „Love Kills!“ nicht entdecken.
Stattdessen bewegen sich für mich zu viele Songs im meist ähnlichen mittleren Tempo, und oft wird dabei die Grenze in schlagerhafte Gefilde überschritten (wie bei „Strangers To Love“, einem Duett mit Clémentine Delauney von VISIONS OF ATLANTIS). Wer bereits INDUCTION-Fan ist, wird das Album ganz sicher klasse finden und auf seine Kosten kommen. Alle anderen, die dem Genre aufgeschlossen gegenüberstehen, sollten sich ihr eigenes Urteil über „Love Kills!“ bilden.
„Love Kills!“ Tracklist:
1. Virtual Insanity
2. War Of Hearts
3. Dark Temptation
4. Steel And Thunder
5. Strangers To Love
6. Beyond Horizons
7. Gods Of Steel
8. Love Kills
9. I Am Evil
10. The Veil Of Affection
11. Empress
INDUCTION Line-Up:
Gabriele Gozzi (voc.)
Tim Kanoa Hansen (g.)
Justus Sahlman (g.)
Dominik Gusch (b.)
Markus „Maks“ Felber (dr.)
