Iron Savior - Megatropolis




Stil (Spielzeit): Heavy Metal (45:36)

Label/Vertrieb (VÖ): Dockyard1 / Soulfood Music

Bewertung: 8,5/10

Link: http://www.iron-savior.com 
http://www.myspace.com/ironsaviorofficial

Im Jahr 1996 machten IRON SAVIOR das erste mal auf sich aufmerksam, als Gerüchte durch die Presse gingen, dass Mastermind Piet Sielck, zusammen mit seinen langjährigen Freunden Kai Hansen und Thomen Stauch, eine neue Band auf die Beine stellen wollten. 
Und die Drei machten kurzen Prozess, denn bereits einige Monate später stand ihr selbstbetiteltes Debüt in den Regalen der CD Dealer, welches so erfolgreich einschlug, dass man umgehend zum Wacken Open Air eingeladen wurde. 
Der Nachfolger „Unification“ schaffte es 1999 auf Anhieb auf Platz #79 der Deutschen Album Charts, und es folgte eine nicht weniger erfolgreiche Tour mit GRAVE DIGGER und RUNNING WILD Anfang 2000. 
Der Grundstein war also gelegt, und es folgten weitere drei Alben und etliche Konzerte, unter anderem auch die Teilnahme am Bang Your Head Festival 2002. 

Mit „Megatropolis“ haben IRON SAVIOR in der Besetzung Piet Sielck (guitar/lead vocals), Joachim „Piesel“ Küstner (guitar/vocals), Yenz Leonhardt (bass) und Thomas Nack (drums) nun ihren sechsten Longpayer eingespielt, und um es vorweg zu nehmen, die neun (auf der Ltd. Edition ist noch ein zehnter Track mit dem Titel „Hammerdown“ vertreten) Tracks treten alle mächtig in den Allerwertesten. Bereits mit dem Opener „Running Riot“ und dem nachfolgenden „The Omega Men“ zeigen IRON SAVIOR, dass sie nicht gewillt sind, den Fuß vom Gas zu nehmen. 
Mit seinem dreckigen Gesang gibt Piet Sielck den Songs den letzten Tritt, bevor sie wie Lawine den Berg hinabrollen, und dem Hörer nicht den Hauch einer Chance geben, auszuweichen. 
„Flesh“ ist ein Rocker mit sehr treibenden Beats, bevor der Titeltrack „Megatropolis“ wieder die gewohnte Fahrt aufnimmt. Hier erinnert mich der Gesang von Piet Sielck in manchen Passagen irgendwie an Peavy Wagner von RAGE. 
Dreckig und irgendwie räudig, aber im positiven Sinne, unglaublich druckvoll. 

„Cybernatic Queen“ straft mich danach direkt wieder Lügen, da im Chorus ein sehr klarer Gesang zu hören ist. Der Song hat übrigens einen sehr Ohrwurm-mässigen Refrain, und ist von seiner Rhythmik her ein Banger von der allerfeinsten Sorte. 
„Cyber Hero“ ist dann ein Metalsong der alten Schule, ohne jedoch alt oder angestaubt zu klingen, wobei besonders das Solo ziemlich beeindruckt. Stampfend und treibend und ein bisschen düster geht es mit „A Tale From Down Below“ weiter. Live wird dieser Song die Matten ebenfalls mit absoluter Sicherheit zum Kreisen bringen. 
„Still I Believe“ und „Farewell And Good Bye“ schließen dieses geile Stück Heavy Metal standesgemäß ab, und werden wahrscheinlich nicht nur bei mir den Finger sofort wieder auf die Play Taste treiben. 

Fazit: Heavy Metal, sehr modern und zeitgemäß, aber niemals seine Wurzeln verleugnend. Musikalisch wie produktionstechnisch ein Leckerbissen, den sich kein Metal Fan entgehen lassen sollte. Auch wenn es jetzt mir der Musik ansich nichts zu tun hat, fand ich das Cover Art Work ebenfalls sehr gelungen.