Black Bomb A - One Sound Bite To React


Review


Stil (Spielzeit): Metal (51:09)
Label/Vertrieb (VÖ): Tiefdruck-Musik (16.03.07)
Bewertung: 8/10
Link: www.blackbomba.com

Die Franzosen BLACK BOMB A sind seit 1998 unterwegs, fanden durch zahlreiche Konzerte bereits im heimatlichen Underground Gehör und machen sich dieser Tage auf, den deutschen Markt mit ihrem zweiten Album „One Sound Bite To React“ aufzurollen. Der ein oder andere mag bereits den Vorgänger „Speech Of Freedom“ im Regal stehen haben, welcher auf der „Monster Mosh Down“-Tour 2004 mit CROWBAR und KORODED vorgestellt wurde. Nun, die Signale für den aktuellen Rundling stehen auf grün, denn was BLACK BOMB A mit ihrem insgesamt vierten Output auf die Beine gestellt haben, überzeugt mit Spielwitz und herzhafter In-Die-Fresse-Attitüde.

Beginnen wir mit dem Ausrutscher: Das MIDNIGHT OIL-Cover von (… na was wohl ..) „Beds Are Burning“ hört sich an wie von einem wütenden Ernie und Krümelmonster gesungen, also ziemlich strange und lustig, aber nicht wirklich gut. Doch hat man sich erst einmal an den für die Band typischen Wechselgesang aus tiefderb-grunzendem Geshoute und hochkratz-lärmenden Screams gewöhnt, geht die krude Mischung aus erdigem Metal mit Hardcore-Kante und Chaos-Schlagseite verdammt frisch ins Ohr.
Nach bretternden Knüppel-Attacken darf man sich oftmals auf entspannte, melodisch-rockende Zwischenparts freuen („Salvation“), und irgendwo zur Mitte der Platte erwischen sie mich dann endgültig: Songs wie „Joke“ fahren mich an die Wand mit ihrer unbekümmerten Ungestümtheit, und mein Favorit „Be My Guest“ haut mich mit einem herrlichen (sauber gesungenen) Refrain, Gangshouts und einem leicht orientalisch angehauchten Rap-Sing-Sang-Part aus den Socken, ohne dass da irgendetwas fehl am Platze klingen würde. Verdammt locker, Jungs.

Um Missverständnissen vorzubeugen: BLACK BOMB A spielen weder Metalcore noch Noise-Metal, sie haben auch mit Nu Metal nichts direkt am Hut, Hardcore isses auch nicht, aber das alles spielt im Sound durchaus eine Rolle. Die Franzosen klingen für mich so frisch wie einst SLIPKNOT, nur um einen sehr vagen Vergleich zu nennen, mit denen sie die Intensität sowie den flackernden Wahnsinn ihrer Musik teilen. Keine Frage, Ihr solltet „One Sound Bite To React“ antesten. Was auf dieser Platte abgeht, ist verdammt eigenständig und wird Euch nach kurzer Eingewöhnungsphase wegblasen.