Lana Lane - Red Planet Boulevard




Stil (Spielzeit): (Symphonic) Hard Rock (69:04)

Label/Vertrieb (VÖ): Frontiers Records / Soulfood Music (07.12.07)

Bewertung: 7,5/10

Link: http://www.lanalane.com

2005 brachte LANA LANE mit “Lady Macbeth” ein Symphonic Hard Rock Album auf den Markt, dass von der Presse viel beachtet wurde, und sich in meinen Ohren sehr positiv von der zu dieser Zeit extrem grassierenden Trällerelseninvasion abhob, da LANA LANE’S Stimme zwar klar und ausdrucksstark ist, aber die Trommelfelle zu keiner Zeit in Gefahr brachte. 

Zwölf Songs hat sie zusammen mit Erik Norlander (keybords, bass guitar), und ihren langjährigen Wegbegleiter Peer Verschuren (guitars) und Ernst Van Ee (drums), für "Red Planet Boulevard" eingespielt, wobei sich Erik Norlander auch gleichzeitig für die Produktion verantwortlich zeigte. 
Wer sich jetzt unter der Beschreibung Symphonic Hard Rock ein mit Bombast und orchestralen Klängen zugeknalltes Album vorstellt, den muss ich enttäuschen, oder kann ihn beruhigen, je nachdem, wo die eigenen Vorlieben liegen, denn „Red Planet Boulevard“ ist eher ein sehr leicht verdauliches Hard Rock Album geworden, bei dem eher die Gitarren und der Gesang im Mittelpunkt stehen, als bombastische Chöre vom Keyboard. 
Die Tracks werden dominiert von LANA LANES’s unverwechselbaren Stimme, die alle Bandbreiten von locker rockig, wie zum Beispiel beim Opener „Into The Fire“ und bei „Capture The Sun“, oder bei der Powerballade „Jessica“ bis hin zu, für ihre Verhältnisse ziemlich schnelle Nummern, wie „ Angels And Magicians“ oder "Stepford, USA" drauf hat. 
LANA LANES Stimme ist für mich immer schon so eine Art Mischung aus Ronnie James Dio, zwar nicht vom Klang her, aber von der Art und Weise, wie sie manchmal die Töne zieht, und Ann Wilson von HEART gewesen, und dieser Eindruck hat sich auch auf „Red Planet Boulevard“ nicht geändert. 

Was sich auch nicht geändert hat, ist das Talent, ihre Lyrics mit unglaublich passenden und schönen Melodien zu untermalen, so dass bei ihr jeder Song zu einer in sich 100% stimmigen Geschichte wird. 
„Red Planet Boulevard“ ist sozusagen wie ein Buch mit zwölf Kapiteln, wobei man auch hier nicht auf eine Inhaltsangabe verzichten muss, denn der letzte Song, der gleichzeitig der Titeltrack des Albums ist, ist ein Instrumental, in dem die Refrain-Melodien der vorherigen elf Songs zu einem acht minütigen Epos zusammen gefasst werden. 
Die Idee an sich ist gar nicht schlecht, denn auf diese Art und Weise kann man sein Album am besten vorstellen und promoten, und der potentielle Käufer kann sich innerhalb von acht Minuten eine Vorstellung davon machen, was ihn zumindest melodietechnisch erwartet. 

Anspieltipps sind für mich der rockige Opener "Into The Fire", das melancholische "The Frozen Sea" und das stampfende "Capture The Sun".

Fazit: Eingängiger Rock mit schönen Melodien, der von einer Frau vorgetragen wird, der man die Erfahrung als Sängerin und Songwriterin von zig Alben deutlich anhören kann. 
Vielleicht nicht gerade zum Headbangen geeignet, dafür aber umso mehr zum zuhören.

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